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Projektentwicklung im Bestand

mehr als 80 % der Befragten einer Umfrage unter öffentlichen und privaten Bauherren sowie Branchenvertretern schätzen das Risiko beim Bauen im Bestand als deutlich höher ein als bei einem Neubauprojekt. Die Umfrage „Projektentwicklung im Bestand“ wurde im Rahmen einer Masterarbeit an der TU Graz durchgeführt.

 

Bernhard Bauer von der TU Graz führte die Expertenbefragung "Projektentwicklung im Bestand" durch

Bernhard Bauer von der TU Graz führte die Expertenbefragung „Projektentwicklung im Bestand“ durch.

 

Im Zuge der Masterarbeit „Verwertung innerstädtischer Bestandsbauten“ wurde eine Umfrage zum Thema „Projektentwicklung im Bestand“ erstellt. Ziel der Umfrage ist eine quantitative Auswertung über Risiken und vorhandenes Potential von Bestandsbauten im innerstädtischen Bereich sowie die persönliche Einschätzung der zukünftigen Entwicklung bestehender Immobilien.

 

Angesprochen wurden die Berufsgruppen Projektentwickler, Bauträger, Fachplaner, Immobilienmakler, Sachverständige, Ausführende Unternehmen sowie öffentliche und private Bauherren. Die Umfrage wurde an die Wirtschaftskammern (WKO) Steiermark und Wien mit den Fachgruppen Immobilen- und Vermögenstreuhänder, der auch die Bauträger angehören sowie der Landesinnung Bau, die Interessens- gemeinschaft Lebenszyklus Hochbau (IG Lebenszyklus Bau), den österreichischen Verband der Immobilienwirtschaft (OVI) und der österreichischen Gesellschaft für nachhaltige Immobilienwirtschaft (OGNI) versendet.

 

Die Experten wurden zu Beginn der Umfrage aufgefordert zu beurteilen, ob das Entwickeln von Bauprojekten im Bestand mehr Risiko in sich birgt als die Realisierung eines Neubauprojektes. Das Ergebnis fiel eindeutig aus, mehr als 80 % der Befragten schätzten das Risiko beim Bauen im Bestand als deutlich höher ein als bei einem Neubauprojekt.

 

Gründe für das höhere bzw. nicht höhere Risiko bei Bauprojekten im Bestand gesucht. Nahezu alle Befragten nannten die großen Unsicherheiten beim Bauen im Bestand als Risiko, gefolgt von den erhöhten Anforderungen an Planer und ausführende Unternehmer und die fehlende Kostensicherheit trotz Reserve.

 

Fast gleichauf folgen dahinter die schwierige Terminplanung, die nicht vorhersehbaren Regiestunden und das Problem, dass der Einheitspreis in diesem Fall keine gute Grundlage für die Abrechnung bietet. Als kleinstes Problem wurde die aufwendige Koordination der verschiedenen Unternehmen untereinander genannt. Zusätzlich wurden von den Experten noch folgende Punkte angeführt:

 

  • Informationsdefizit durch fehlende Dokumentation sowie andere Ausführung als in der Planung angegeben

 

  • Eingeschränkte Funktionalität aufgrund veralteter Gebäudestruktur

 

  • Der Abnutzungsgrad ist nicht vorhersehbar

 

  • Planer und ÖBA brauchen mehr Erfahrung

 

  • Anrainerrisiko

 

Hier gehts zur Auswertung der gesamten Umfrage. 

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