Digitale Bestandserfassung & Kreislaufwirtschaft

KI-gestützte Dokumentation im Bauablauf & Betrieb

  1. Ausgangspunkt jeder digitalen Bestandserfassung sollte der konkrete Anwendungsfall sein – nicht die verfügbare Technologie.
  2. Nicht möglichst viele Daten, sondern die richtigen Informationen in der erforderlichen Qualität und Detailtiefe schaffen den größten Mehrwert.
  3. Informationsanforderungen, Genauigkeit, Ergebnisformate und Verantwortlichkeiten sollten vor Beginn der Erfassung eindeutig definiert werden.
  4. Eine zweckgerechte Bestandserfassung kann entlang des gesamten Gebäudelebenszyklus genutzt werden – von Portfolioanalyse und Planung bis zu Bauausführung, Betrieb und Rückbau.
  5. Digitale Bestandsdaten können Planungsrisiken reduzieren, Abweichungen früh sichtbar machen und Nachträge sowie unnötige Neuerfassungen vermeiden.
  6. Bestehende Daten und Dokumentationen sollten zunächst geprüft und genutzt werden; fehlende oder nicht belastbare Informationen können gezielt nacherfasst werden.
  7. Einmal strukturiert erhobene Bestandsdaten lassen sich mehrfach nutzen, etwa für Planung, Facility Management, ESG-Anwendungen und Kreislaufwirtschaft.
  8. Für As-Built-Dokumentation und Betrieb ist entscheidend, dass der tatsächlich ausgeführte Zustand erfasst wird und nicht lediglich der letzte Planungsstand.
  9. Für Kreislaufwirtschaft und Rückbau müssen neben Geometrie auch Materialien, Bauteilaufbauten, Mengen, Verbindungen sowie Schad- und Störstoffe berücksichtigt werden.
  10. Die beschriebenen Use Cases sind keine standardisierten Leistungsbilder, sondern eine Orientierung für die projektspezifische Definition und Beauftragung der digitalen Bestandserfassung.
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