Partnerschaftlich Bauen: vom Impuls zur Umsetzung
Eine Orientierungshilfe für Auftraggeber:innen, Ausführende und Konsulent:innen
Impressum
Herausgeber
IG Lebenszyklus Bau, Wipplingerstr. 10/Top 9, Stoß im Himmel, 1010 Wien, office@ig-lebenszyklus.at, www.ig-lebenszyklus.at
Arbeitsgruppenleitung
Magdalena Prem-Granitzer, LL.M. (WU), BA, Landesholding Burgenland GmbH
Bmstr. Dipl.-Ing. Doris Schmidtberger (Delta Managing & Consulting Engineers GmbH)
Attila Siegl (Lindner Group)
Dipl.-Ing. Hildegard Utermöhlen M.Eng (Delta Managing & Consulting Engineers GmbH)
Autor:innen
DI Gerald Appel (Leyrer + Graf Baugesellschaft m.b.H.)
Dipl.-Ing. Peter Krohn BSc (HABAU Hoch- und Tiefbaugesellschaft m.b.H.)
Dipl.-Ing. Stefan Lackinger BSc (ARE Austrian Real Estate Development GmbH)
DI Matthias Mayr (SES Spar European Shopping Centers GmbH)
DI Architektin Johanna Mayr-Keber (MAYR-KEBER ZT GmbH)
Mateo Pfeifer (Mercury Engineering)
DI (FH) Martin Schrammel, DI Paul Staudinger, Handler Bau GmbH
Dr. Ralf Seidenspinner (EY-Parthenon)
DI Daniel Vince (MBA, UBM Development AG)
Schlussredaktion & grafische Gestaltung
FINK | Kommunikations- und Projektagentur
solo ohne — Studio für Gestaltung
Stand
Oktober 2026
Beteiligte Mitgliedsunternehmen
Die gesamte Bau- und Immobilienbranche spricht darüber, einige Vorreiter:innen befinden sich bereits in deren Umsetzung: partnerschaftliche Abwicklungsmodelle.
Was zeichnet diese aus?
Was sind die Gründe, aber auch die Voraussetzungen für deren Erfolg?
Dieser Leitfaden soll Auftraggeber:innen, Ausführenden und Konsulent:innen als Orientierungshilfe für die Umsetzung eines partnerschaftlichen Modells dienen – beginnend bei den ersten Überlegungen bis zum Projektabschluss. Im Gegensatz zu anderen Leitfäden, die sich im Detail den verschiedenen vertraglichen Ausgestaltungsmöglichkeiten und der Auswahl des besten Modells für ein konkretes Projekt widmen (wie etwa das ÖBV-Merkblatt „Alternative Vergabe- und Vertragsmodelle“ von April 2026**), setzt unser Leitfaden zeitlich früher an. Denn vor der Umsetzung sollte sich jedes Unternehmen die Frage stellen, ob ein Bedarf nach einer Alternative zur bisherigen (klassischen) Projektabwicklung besteht und bejahendenfalls, ob ein partnerschaftliches Modell die in dieses gesetzten Erwartungen überhaupt erfüllen kann. In unserem Leitfaden werden nicht nur die Beweggründe, Kriterien, Chancen und Herausforderungen von und in Zusammenhang mit partnerschaftlichen Modellen gesammelt, sondern auch Anregungen für die weitere Umsetzung gegeben, zum Beispiel wie das eigene Unternehmen „partnerschaftsfit“ gemacht werden kann und was für eine erfolgreiche Umsetzung insbesondere aus projektkultureller Sicht sonst zu beachten ist. Am Ende des Leitfadens finden sich Antworten auf die häufigsten Fragestellungen im Zusammenhang mit der Umsetzung von Partnerschaftsmodellen.
**https://www.bautechnik.pro/Shop/artikel?IDArtikel=4c379fde-b12e-4da4-b00f-bd93ad1a8842, zuletzt abgerufen am 19.5.2026.
- Partnerschaftliche Modelle funktionieren nur, wenn alle Beteiligten eine kooperative Grundhaltung mitbringen und bereit sind, transparent, lösungsorientiert und auf Augenhöhe zusammenzuarbeiten.
- Die frühe Einbindung aller relevanten Projektbeteiligten erhöht die Kosten- und Terminsicherheit, reduziert Schnittstellenprobleme und kann die Planungs- und Ausführungsqualität verbessern.
- Ob sich ein partnerschaftliches Modell eignet, hängt wesentlich von Projektcharakteristik, Komplexität, Ressourcen, Rollenverständnis sowie organisatorischer und digitaler Reife der Beteiligten ab.
- Vertrauen, Offenheit, Kooperationsbereitschaft und ein gemeinsames Zielverständnis sind zentrale Voraussetzungen für die erfolgreiche Umsetzung.
- Partnerschaftliche Modelle schaffen Chancen für mehr Innovation, höhere Planungssicherheit, motiviertere Projektteams und eine stärkere Ausrichtung am gemeinsamen Projekterfolg.
- Gemeinsame Verantwortung und transparente Kommunikation können Konflikte, Nachträge und unnötige Reibungsverluste im Projektverlauf reduzieren.
- Der Erfolg eines Partnerschaftsmodells hängt nicht allein vom Vertrag ab, sondern ebenso von Projektkultur, Zusammenarbeit und dem „best for project“-Prinzip.
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