Konstruktion & Technik
Lösungsansätze für die größten technischen Herausforderungen in der Kreislaufwirtschaft
Impressum
Herausgeber
IG Lebenszyklus Bau, Wipplingerstr. 10/Top 9, Stoß im Himmel, 1010 Wien, office@ig-lebenszyklus.at,
www.ig-lebenszyklus.at
Arbeitsgruppenleitung
Albana Deralla (FCP Fritsch, Chiari und Partner ZT GmbH)
Susanne Formanek (GRÜNSTATTGRAU Forschungs- und Innovations-GmbH)
Gerhard Kopeinig (ARCH+MORE ZT GmbH)
Autor:innen
Dominik Hartmann (ATP sustain GmbH)
Axel Laimer-Liedtke (Dietrich Untertrifaller Architekten ZT GmbH)
Harald Mezler-Andelberg (Lindner GmbH)
Christian Mlinar (Bernegger GmbH)
Iris Nemeth (ALUKÖNIGSTAHL GmbH)
Jasmin Bermadinger (BauKarussell e. Gen.)
Katharina Pomberger (OTEREA GmbH)
Christian Riegler (LichtAgent GmbH)
Sebastian Wernli (Urban Matter FlexCo)
Sonja Zumpfe (BauKarussell e. Gen.)
Oliver Sterl (Rüdiger Lainer + Partner)
Schlussredaktion & grafische Gestaltung
FINK | Kommunikations- und Projektagentur
solo ohne — Studio für Gestaltung
Stand
Oktober 2026
Beteiligte Mitgliedsunternehmen
Die Publikation bündelt praxisnahe Lösungsansätze für zentrale technische Herausforderungen der Kreislaufwirtschaft im Bauwesen. Anhand konkreter Projekte und Bauteile zeigt sie, welche Möglichkeiten für Wiederverwendung, Weiterverwendung und Sanierung bereits bestehen – und welche technischen, wirtschaftlichen, rechtlichen und organisatorischen Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen.
Im Fokus stehen unter anderem Aushub, Fassaden und Fenster, Ausbauprodukte sowie unterschiedliche Formen der Aufbereitung und Wiederverwendung. Ergänzend werden Gebäudezertifizierungs- und Verifikationssysteme sowie der Lebenszyklus-Wertindex betrachtet. Die Beiträge machen deutlich, wo Kreislaufwirtschaft heute bereits praktikabel umgesetzt werden kann und welche Rahmenbedingungen noch weiterentwickelt werden müssen, damit zirkuläre Lösungen breiter in der Praxis ankommen.
- Kreislauffähiges Bauen scheitert häufig nicht an fehlenden technischen Lösungen, sondern an zu spät verfügbaren Bestands- und Materialdaten sowie ungeklärten Rückbau-, Lager-, Aufbereitungs- und Nachweisprozessen.
- Wiederverwendung und Weiterverwendung funktionieren besonders dann, wenn Bauteile früh geprüft, zerstörungsarm rückgebaut und Logistik sowie Aufbereitung rechtzeitig mitgeplant werden.
- Wirtschaftlichkeit entsteht nicht nur durch günstigere Materialien, sondern auch durch vermiedene Entsorgungs-, Transport-, Neubeschaffungs- und Montagekosten.
- Gewährleistung, Haftung und fehlende Versicherungs- bzw. Finanzierungsmodelle sind zentrale Hürden für die breitere Umsetzung kreislauffähiger Lösungen.
- Kreislaufwirtschaft muss bereits in Wettbewerb, Planung und Ausschreibung verankert werden, damit technische Lösungen später auch vergabe-, zertifizierungs- und nachweisfähig sind.
- Gebäudezertifizierung und EU-Taxonomie machen zirkuläre Qualitäten zunehmend mess- und nachweisbar, bilden jedoch nicht jede ökologische Stärke eines Projekts vollständig ab.
- Der Lebenszyklus-Wertindex erweitert die Bewertung um materialbedingte Emissionen und ermöglicht damit einen vergleichbareren Blick auf Sanierung, Bestandserhalt und Neubau.
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