Vom Stellplatz zur Mehrwertfläche

Parkgaragen im Wandel

5 Übergreifende Erkenntnisse für den Neubau

  1. Nicht nur für den heutigen Stellplatzbedarf planen
    Die spätere Nutzung sollte bereits in der Grundriss-, Tragwerks- und Erschließungsplanung mitgedacht werden.
  2. Raumhöhen und Tragstruktur qualifizieren
    Ausreichende lichte Höhen, robuste Raster und Lastreserven erweitern die Zahl möglicher Folgenutzungen.
  3. Belichtung als Schlüsselthema behandeln
    Wo Aufenthaltsnutzungen denkbar sind, sollten Lichthöfe, Fassadenöffnungen, Oberlichter oder andere Belichtungsstrategien von Beginn an mitgedacht werden.
  4. Technische Reserven vorsehen
    Schächte, Leerrohre, Stromkapazitäten, Sanitär- und Lüftungsreserven reduzieren spätere Eingriffe.
  5. Brandschutz und Fluchtwege als Transformationsparameter
    Eine spätere Umnutzung sollte bereits als mögliches Szenario in den brandschutztechnischen Überlegungen berücksichtigt werden.
  6. Rechtliche Flexibilität ermöglichen
    Stellplatzverpflichtung, Widmung, Eigentumsstruktur und mögliche Ersatzstellplätze sollten frühzeitig geprüft werden.
  7. Mehrfachnutzung statt reine Nachnutzung
    Projekte wie Waldrebengasse zeigen, dass eine Fläche nicht erst nach Aufgabe des Parkens einen Mehrwert entwickeln muss.
  8. Lebenszyklus berücksichtigen
    Errichtung, Betrieb, Umnutzung und Rückbau sind gemeinsam zu betrachten. Insbesondere bei Tiefgaragen ist der ökologische Aufwand der Herstellung frühzeitig zu bewerten.
  9. Standort differenzieren
    Eine Lösung für innerstädtische Lagen ist nicht automatisch auf ländliche oder periphere Räume übertragbar.
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