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Rohstofflager Stadt

25. August 2015 – Um die gebaute Stadt als Lager leichter lesbar zu machen, startete die Ressourcen Management Agentur im Jänner 2014 das Forschungsprojekt „Das anthropogene Lager in der Steiermark. Entwicklung eines Urban-Mining-Katasters“. Dabei wurde ein 29 Hektar großes, gemischt genutztes Stadtquartier in Graz-Eggenberg anhand von schriftlichen Dokumenten, Bau- und Ausführungsplänen sowie unterschiedlichen Geoinformationsdaten bis auf zehn Zentimeter genau gescannt und dreidimensional dokumentiert.

 

„Selbst wenn ein Haus am Ende seines Lebenszyklus angelangt ist und abgetragen wird, hat es immer noch einen weitaus höheren Wert als die meisten Grundstückseigentümer vermuten würden“, sagt Hans Daxbeck, geschäftsführender Obmann des 1998 gegründeten Vereins RMA, der sich auf die Themenbereiche Klimaschutz, Ressourcenschonung und Abfallwirtschaft spezialisiert hat.

 

Bisher musste man jedes Abbruchobjekt einzeln untersuchen und seine Brauchbarkeit von Fall zu Fall abwägen. Mit dem Urban-Mining-Kataster wird man sich bereits im Vorfeld einen Überblick über die Zusammensetzung von Häusern verschaffen und unterschiedliche Lager miteinander vergleichen können. Dargestellt werden die immobilen Ressourcenlager in einem dreidimensionalen CAD-System.

In diesem Zusammenhang setzen die Forscher auf das neue Planungstool BIM „Building Information Modeling“.

 

Hier gehts zum aktuellen Artikel auf standard.at.

 

 


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Projektentwicklung im Bestand

mehr als 80 % der Befragten einer Umfrage unter öffentlichen und privaten Bauherren sowie Branchenvertretern schätzen das Risiko beim Bauen im Bestand als deutlich höher ein als bei einem Neubauprojekt. Die Umfrage „Projektentwicklung im Bestand“ wurde im Rahmen einer Masterarbeit an der TU Graz durchgeführt.

 

Bernhard Bauer von der TU Graz führte die Expertenbefragung "Projektentwicklung im Bestand" durch

Bernhard Bauer von der TU Graz führte die Expertenbefragung „Projektentwicklung im Bestand“ durch.

 

Im Zuge der Masterarbeit „Verwertung innerstädtischer Bestandsbauten“ wurde eine Umfrage zum Thema „Projektentwicklung im Bestand“ erstellt. Ziel der Umfrage ist eine quantitative Auswertung über Risiken und vorhandenes Potential von Bestandsbauten im innerstädtischen Bereich sowie die persönliche Einschätzung der zukünftigen Entwicklung bestehender Immobilien.

 

Angesprochen wurden die Berufsgruppen Projektentwickler, Bauträger, Fachplaner, Immobilienmakler, Sachverständige, Ausführende Unternehmen sowie öffentliche und private Bauherren. Die Umfrage wurde an die Wirtschaftskammern (WKO) Steiermark und Wien mit den Fachgruppen Immobilen- und Vermögenstreuhänder, der auch die Bauträger angehören sowie der Landesinnung Bau, die Interessens- gemeinschaft Lebenszyklus Hochbau (IG Lebenszyklus Bau), den österreichischen Verband der Immobilienwirtschaft (OVI) und der österreichischen Gesellschaft für nachhaltige Immobilienwirtschaft (OGNI) versendet.

 

Die Experten wurden zu Beginn der Umfrage aufgefordert zu beurteilen, ob das Entwickeln von Bauprojekten im Bestand mehr Risiko in sich birgt als die Realisierung eines Neubauprojektes. Das Ergebnis fiel eindeutig aus, mehr als 80 % der Befragten schätzten das Risiko beim Bauen im Bestand als deutlich höher ein als bei einem Neubauprojekt.

 

Gründe für das höhere bzw. nicht höhere Risiko bei Bauprojekten im Bestand gesucht. Nahezu alle Befragten nannten die großen Unsicherheiten beim Bauen im Bestand als Risiko, gefolgt von den erhöhten Anforderungen an Planer und ausführende Unternehmer und die fehlende Kostensicherheit trotz Reserve.

 

Fast gleichauf folgen dahinter die schwierige Terminplanung, die nicht vorhersehbaren Regiestunden und das Problem, dass der Einheitspreis in diesem Fall keine gute Grundlage für die Abrechnung bietet. Als kleinstes Problem wurde die aufwendige Koordination der verschiedenen Unternehmen untereinander genannt. Zusätzlich wurden von den Experten noch folgende Punkte angeführt:

 

  • Informationsdefizit durch fehlende Dokumentation sowie andere Ausführung als in der Planung angegeben

 

  • Eingeschränkte Funktionalität aufgrund veralteter Gebäudestruktur

 

  • Der Abnutzungsgrad ist nicht vorhersehbar

 

  • Planer und ÖBA brauchen mehr Erfahrung

 

  • Anrainerrisiko

 

Hier gehts zur Auswertung der gesamten Umfrage. 


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Integrale Planung. Eine runde Sache

Große Erwartungen werden von Bauherren in die „Integrale Planung” gesetzt: schneller, besser, schöner und kostengünstiger… Doch Integrale Planung lässt sich nicht einfach abrufen wie ein traditionelles Leistungsbild. Sie ist eine Haltung, die gelebt wird. Als Pionier der Integralen Planung lobte ATP einen internationalen ATP-internen Wettbewerb aus, um diese Kultur auch visuell „auf den Punkt” zu bringen.

 

ATP gibt dem Zukunftsthema der Baubranche ein Gesicht

 

„Integrale Planung ist heute die Voraussetzung für das Bauen von morgen, für die Planung lebenszyklusorientierter Gebäude”,bestätigt Univ.-Prof. Christoph M. Achammer, CEO der ATP-Gruppe. „Sie ist eine Kultur, die fächerübergreifend und in gegenseitigem Verständnis über lange Zeit in unseren Büros geübt wurde und die unsere Mitarbeiter_innen mit Begeisterung leben.”

 

Gütesiegel

 

ATP nützt das neue Symbol als Gütesiegel für den ausgereiften integralen Planungsprozess, in dem die traditionelle Abgrenzung zwischen den einzelnen Fachbereichen nahezu vollständig aufgelöst wird.

 

Ideenwettbewerb

 

Anlässlich des bevorstehenden Jubiläums „Integrale Planung bei ATP – 1976 – 2016” ermunterte ATP die eigenen Architekten und Ingenieure, sich kreativ mit der Kernaussage von Integraler Planung auseinander zu setzen. Ein mehrstufiger interner Wettbewerb über alle 8 europäischen Standorte wurde ausgeschrieben, um ein leicht verständliches Symbol für die visuelle Kommunikation von Integraler Planung zu erarbeiten. Dabei war die Komplexität des Themas zu reduzieren und gleichzeitig auf alle maßgeblichen Aspekte der Integralen Planung zu verweisen.

 

Aus knapp 200 kreativen Ideen kürte die Jury das kreisförmige Signet von Florian Schaller, Architekt bei ATP Wien, zum Siegerentwurf. Das Symbol besteht aus sechs Elementen unterschiedlicher Größenordnung und bringt das simultane und interdisziplinäre Zusammenspiel der wichtigsten beteiligten Fachdisziplinen eines Planungsprozesses sozusagen „auf den Punkt”.

 

Die Fachbereiche Architektur, Bauingenieurwesen (Tragwerksplanung), Ingenieurwesen für Technische Gebäudeausrüstung (HKLS, Elektro) sowie Ausschreibung und Objektüberwachung fügen sich mosaikartig und nahtlos in den Kreis, dessen vollkommene Form für integrierte Planungsprozesse steht. Der Punkt im Zentrum symbolisiert das optimale Ergebnis durch die interdisziplinäre, ergebnisorientierte Kopfarbeit aller Beteiligten. Eine runde Sache eben.

 

Hier finden Sie die vollständige Presseaussendung von ATP architekten ingenieure.


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Top Events im Herbst 2015

Drei Bauherren-Foren in Salzburg, Kärnten und Steiermark, zwei Fachveranstaltungen und als Höhepunkt der jährliche Herbstkongress mit Key Note Speaker und Olympiasieger Toni Innauer in Wien. Bei der IG Lebenszyklus Bau werden im Herbst 2015 sowohl Bauherren als auch Branchenvertreter fündig.

 

Bauherren-Foren in Salzburg, Kärnten und Steiermark
So lädt die SES Spar European Shopping Centers am 15. September 2015 zum Bauherren-Forum in den Europark Salzburg, 2007 zum nachhaltigsten Shopping Center der Welt gekürt.  Gemeinsam mit der Plattform Innovative Gebäude und klimaaktiv präsentiert die IG Lebenszyklus Bau am 1. Oktober in Pörtschach/Kärnten anhand des 2014 mit dem Energy Efficiency Award ausgezeichneten Café Corso, welche Maßnahmen zu einem intelligenten Gesamtkonzept im Gebäudebereich beitragen. Und am 13. Oktober lädt die Energie Steiermark, deren revitalisierte Konzernzentrale als Vorzeigeobjekt in Sachen Energieeffizienz gilt, zum vorerst letzten Bauherren-Forum diesen Jahres mit dem Schwerpunktthema „Revitalisierung oder Neubau“ nach Graz.

 

Interessenten und Fach-Veranstaltung in Wien
Am 16. September treffen sich Mitglieder und Interessenten des Vereins zum offenen Austausch in der Kommunalkredit Austria in Wien: Im Rahmen der Interessentenveranstaltung werden die Arbeitsergebnisse 2015 diskutiert, bevor sie in entsprechenden Leitfäden zusammengefasst beim jährlichen Herbstkongress präsentiert werden.

 

Beim Fach-Forum am 20. Oktober werden die Modelle des Vereins anhand von Praxisbeispielen konkretisiert und so vor allem für Architekten, Fachplaner und Projektsteuerer anwendungsorientiert vermittelt.

 

Kongress mit Toni Innauer: Drei Säulen erfolgreicher Bauprojekte
Höhepunkt ist schließlich der jährliche Herbstkongress, der am 3.November in der Wirtschaftskammer Österreich in Wien stattfindet. Dabei stehen erstmals die vom Verein erarbeiteten drei Säulen erfolgreicher Bauprojekte im Mittelpunkt: Organisation, Kultur und Prozesse.

 

Olympiasieger Toni Innauer zeigt in seiner Keynote, dass diese nicht nur für Bauprojekte gelten und diskutiert dies mit einem hochkarätig besetzten Podium aus Bauherren- und Branchenvertretern. Präsentiert werden zudem drei neue Fachleitfäden des Vereins, zahlreiche Best Practice Beispiele sowie eine Qualitätsoffensive, die neben einem Award für Lebenszyklus-Projekte auch ein entsprechendes Weiterbildungsprogramm beinhaltet.

 


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klimaaktiv Konferenz

Energiewende und Mobilitätswende gemeinsam gestalten

Am Donnerstag, den 17. September (ab 13:00 Uhr) und Freitag, den 18. September 2015 (bis 14:00 Uhr) findet in Wien eine klimaaktiv Konferenz statt. Im Fokus stehen vor allem die Themen Bauen & Sanieren und klimafreundliche Mobilität mit neuesten Erkenntnissen und Diskussionen.
 
Es erwarten Sie internationale Redner wie zum Beispiel Stefan Rahmstorf vom Potsdam Institut für Klimaforschung und der Zukunftsforscher Stephan Rammler. Vielfältige Informationen u.a. aus den Bereichen Forschung und Förderungen, Workshops und interaktive Balloon Sessions werden die Konferenz dicht und kurzweilig gestalten. Am Freitagnachmittag können Sie im Rahmen von Exkursionen Knowhow praktisch erfahren.
 
Im Rahmen der klimaaktiv Konferenz erfolgt auch die Auszeichnung von neuen klimaaktiv und klimaaktiv mobil Partnern durch Herrn Bundesminister Andrä Rupprechter.

 

TERMIN

 

Wann:
Donnerstag 17. September 2015 von 13:00 bis 20:00 Uhr (Registrierung ab 12:00 Uhr)
Freitag 18. September 2015 von 9:00 bis 14:00 Uhr (Registrierung ab 8:30 Uhr)

 

Wo:
Julius Raab Saal, Wirtschaftskammer Österreich, Wiedner Hauptstraße 63, 1040 Wien 

 

Weitere Informationen und Anmeldung

 
 
 

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Nachhaltigkeit und Prävention im Krankenhaus

11. Symposium

 

Das Symposium beschäftigt sich mit Themen, die für ein nachhaltiges und sicheres Krankenhaus von Bedeutung sind. Der Bogen spannt sich von der Planung bis zum Betrieb eines Krankenhauses und behandelt da­bei neue Aspekte der Nachhaltigkeit und auch Fragen zur Sicherheit und Prävention.

 

 

Der Schwerpunkt dieses Symposiums liegt bei der EU-Neu­einstufung von Formaldehyd und den sich daraus ergebenden Konsequenzen. Ein weiterer Hauptpunkt sind die Verpflichtungen aus dem Energieeffizienzgesetz. Nanotechnologie und Chemie im Abwasser runden den Bereich Nachhaltigkeit ab. Zum Thema Prävention steht das Thema Legionellenprophylaxe im Vordergrund.

 

Ziel ist es, zu einem besseren Informations- und Erfahrungsaustausch beizutragen, sowohl innerhalb des Wiener Krankenanstaltenverbundes als auch mit allen Berufsgruppen, die mit der Planung, Errichtung, Betrieb von Krankenhäusern oder der Beschaffung von Produkten beschäftigt sind. Das gegenseitige Lernen und Kennenlernen steht im Mittelpunkt.

 

TERMIN

 

Wann.: 19.10.2015, von 8.30 bis 15.45 Uhr
Wo: SMZ-Ost Donauspital, 1220 Wien – Langobardenstraße 122

 
Download: Programm und Details zur Anmeldung und zum Veranstaltungsort (PDF)

 

Anmeldungen unter http://www.wienkav.at/kav/gd/Anmeldung_Symp_Tech.asp
Die Teilnahme ist kostenlos.


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Save the Date: ENVIETECH & STAATSPREIS

Am 16. Oktober 2015 verleihen Vizekanzler und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner, Umweltminister Andrä Rupprechter und Technologieminister Alois Stöger in der Aula der Wissenschaften gemeinsam die höchste Auszeichnung für die österreichische Umwelttechnologiebranche – den „Staatspreis2015 für Umwelt- und Energietechnologie“.

 

 

Die feierliche Preisverleihung findet im Rahmen der Fachkonferenz envietech2015 für Ressourceneffizienz und Umwelttechnologie statt, die bereits 2008 ihr erfolgreiches Debüt hatte und heuer ganz im Zeichen von erfolgreichen Unternehmen und viel versprechenden Start-Ups steht. Gemeinsam mit internationalen ExpertInnen wie Univ. Prof. Markus Hengstschläger, Genetiker und Mitglied des Rates für Forschung und Technologieentwicklung, FH-Prof. Georg Jungwirth, Experte für Hidden Champions und Dipl. Ing. Dr. Sabine Herlitschka, MBA Vorstandsvorsitzende & CTO der Infineon Technologies Austria AG wird diskutiert, wie aus Visionen Businessmodelle werden und was es zu einer erfolgreichen Marktführerschaft in der Ressourcen- und Umwelttechnologie braucht.

 

Die Kombination aus internationaler Fachkonferenz und Preisverleihung am selben Tag ist einzigartig und hat zum Ziel, den „grünen“ Wachstumsmarkt mit seiner Win-Win-Situation für Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft ins Rampenlicht zu rücken.

Neben dem Staatspreis wird auch heuer wieder der Sonderpreis2015 „Start-Up Ressourceneffizienz“ an ein österreichisches Jungunternehmen vergeben, welches mit kreativen und innovativen Projektideen einen wesentlichen und messbaren Beitrag zur Steigerung der Ressourceneffizienz leistet. Darüber hinaus werden zum ersten Mal der Saubermacher Hans Roth

 

TERMIN

 

16. Oktober 2015, 09.00 – 19.00 Uhr
Aula der Wissenschaften, Wollzeile 27A, 1010 Wien
Das detaillierte Programm sowie nähere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf www.ecolinx.at

 

TEILNAHME

 

Die Teilnahme an der Konferenz sowie der Preisverleihungen ist gratis.
Anmeldungen zur Konferenz und zur Preisverleihung sind ab sofort online möglich.

 

 

 

 


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Gesundes Bauen

„Um ein Gebäude „gesund zu bauen“ bedarf es eines interdisziplinären Projektansatzes.“

 

Wir freuen uns, das KOMPETENZ|ZENTRUM Gesundes Bauen zu unseren Kooperationspartnern zählen zu dürfen. Mag. Brigitte John-Reiter, Projektleiterin des KOMPETENZ|ZENTRUM Gesundes Bauen, erwartet sich von der Partnerschaft mit der IG Lebenszyklus Bau Unterstützung dabei, Erkenntnisse wissenschaftlicher Projekte bereits in der Projektvorbereitung und in der Planungsphase zu implementieren.

 

 
Welche Ziele verfolgt das Kompetenzzentrum „Gesundes Bauen“ des AAMP?
 
Das KOMPETENZ|ZENTRUM Gesundes Bauen stellt den Menschen, seine Gesundheit und sein Wohlbefinden bei der Konstruktion und Nutzung von Gebäuden in den Mittelpunkt. Das Ziel ist die Erhaltung der Gesundheit und die Förderung des Wohlbefindens. Dazu werden alle gesundheitsrelevanten Bereiche des „Bauen für gesundes Wohnen und Arbeiten“ untersucht: die Planung und Errichtung von Gebäuden, die Produktion und Verarbeitung von Baustoffen und die Nutzung von Gebäuden. Sinngemäß gilt dies auch für die Sanierung bzw. Umnutzung bestehender Gebäude. Da die Bauwirtschaft bisher größtenteils als „forschungsfrei“ gilt, sollen durch wissenschaftliche Projekte Erkenntnisse gewonnen werden, wie gesund gebaut bzw. saniert werden kann. In Schulungen (Lehrgang „Baumedizin“) und Workshops werden die Erkenntnisse an Bauexperten weitervermittelt. Weiters ist die fachliche Beratung aber auch Begleitung, basierend auf wissenschaftlich fundierten medizinischen und technischen Analysen, ein wichtiges Anliegen des KOMPETENZ|ZENTRUM Gesundes Bauen.
 
Was erwarten Sie sich von einer Partnerschaft mit der IG Lebenszyklus Bau?
 
Die IG Lebenszyklus Bau soll das KOMPETENZ|ZENTRUM Gesundes Bauen unterstützen, diese neuen Erkenntnisse bereits in der Projektvorbereitung und in der Planungsphase zu implementieren. Dies gilt sinngemäß auch für alle anderen Projektbeteiligte in der Ausbauphase. Um ein Gebäude „gesund zu bauen“ bedarf es eines interdisziplinären Projektansatzes. Das neue Berufsbild des „Baumediziners“ bzw. des baumedizinisch geschulten Bauexperten ist hier die logische Konsequenz. Nutzer bestehender Gebäude sollen durch gemeinsame mediale Aktivitäten sensibilisiert werden, da auch ein zielgerichtetes Nutzerverhalten die Gesundheit und das Wohlbefinden steuern bzw. beeinflussen. Generell soll in der Bevölkerung und insbesondere bei Bauherren und Eigenheimsuchenden, das Bewusstsein für Gesundes Bauen und Wohnen gefördert werden. Es ist wichtig, dass die „Nachfrage“ aktiv an Bauträger und Projektverantwortliche bzw. Vermieter herangetragen wird.
 
Welche Botschaft haben Sie für die Mitglieder der IG Lebenszyklus Bau?
 
Der primäre Ansatz des KOMPETENZ|ZENTRUM Gesundes Bauen ist es, Gesundheit und Wohlbefinden in allen Projektphasen, insbesondere aber bereits in der Projektvorbereitung und Planungsphase, in den Mittelpunkt zu stellen. Ein „Pflichtenheft Bauen für gesundes Wohnen und Arbeiten“ sollte die Umsetzung bei allen Projektbeteiligten erleichtern und sicherstellen. Der Baumediziner bzw. entsprechend ausgebildete Bauexperte mit seinem interdisziplinären Wissen ist Garant für eine konsequente Umsetzung dieser Ziele. Bei laufender Berücksichtigung der wissenschaftlichen Erkenntnisse in Zuge des Bauprozesses kommt es in der Regel zu keinen Kostensteigerungen. 

 


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Nachhaltige Optimierung der Arbeitsprozesse

„Eine nachhaltige Optimierung der Arbeitsprozesse ist erstrebenswert“

 

Die IG Lebenszyklus Bau darf sich über ein neues Mitglied freuen: Habau Hoch- und Tiefbaugesellschaft m.b.H hat eine erfolgreiche Firmengeschichte hinter sich und zählt zu den Top 4 der österreichischen Bauindustrie. Geschäftsführer Anton Karner beantwortet uns, was er von der Mitgliedschaft erwartet und wie es um die Lebenszyklusorientierung im Tiefbau steht.

 

 
Die Arbeitsschwerpunkte der IG Lebenszyklus Bau liegen bei der Prozessoptimierung, einer ergebnisorientierten Organisation und einer partnerschaftlichen Projektkultur. Wie stellen sich diese Themen aus Ihrer Sicht derzeit in der Branche dar?
 
Eine nachhaltige Optimierung der Arbeitsprozesse wo Kunden, Mitarbeiter und Unternehmer in einem vernünftigen Maß profitieren ist schon im Hinblick auf die Lebensqualität erstrebenswert, wenn noch dazu eine partnerschaftliche Projektkultur in den Köpfen der einzelnen verankert ist, dann wäre das der absolut richtige Weg.  
Die momentane wirtschaftliche Situation fordert leider von Kunden, Mitarbeiter und Unternehmern einiges, deshalb ist  gerade jetzt eine wirklich gelebte CSR – Kultur wichtig. Wir als HABAU bemühen uns die vorgegeben Richtlinien bestmöglich umzusetzen.
 
„Was für den Hochbau gilt, ist für den Tiefbau ebenso relevant“ – bei der IG Lebenszyklus Bau findet derzeit eine Öffnung in Richtung Tiefbau statt. Wie weit ist der Tiefbau im Hinblick auf Lebenszyklusorientierung?
 
Bei den Bauherren des Hochbaues ist mittlerweile die Orientierung an den Lebenszyklus angekommen. Alle profitablen Investoren setzen sich mit diesem Thema auseinander. Der Tiefbau sieht sich selbstverständlich auch zeitgleich mit dem Thema konfrontiert – nachhaltiges Denken in Hinblick auf Strategien zur Reduzierung der Lebenszykluskosten 
ist auch hier ein wichtiges Thema. HABAU unterstützt jetzt schon wichtige Kunden im Tiefbau bei der Ermittlung der Lebenszykluskosten im Infrastrukturellen Bereich.
 
Was erwarten Sie sich von der Mitgliedschaft bei der IG Lebenszyklus Bau?
 
Wir erwarten uns nachhaltige Impulse für und von der Baubranche – damit das Thema Nachhaltiges Bauen auch wirklich in den Köpfen jedes einzelnen verankert wird – ein sorgsamer Umgang mit unseren Ressourcen ist sehr wichtig – auch wenn wir momentan noch glauben, dass alles unerschöpflich ist.

 


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Vergaberechtsnovelle

Was ab September 2015 anders wird  
 
Die vermutlich ab September 2015 gültige Novelle des Bundesvergabegesetzes (BVergG) soll soziale, umweltbezogene und nachhaltige Aspekte bei öffentlichen Vergaben von Bauaufträgen verstärken. Das Thema bewegt: Im Rahmen des „Forum Vergabe“ der IG Lebenszyklus Bau diskutierten zahlreiche Auftraggeber und Auftragnehmer über die damit verbundenen Änderungen.
 
Gastgeber Robert Körbler begrüßte zu diesem Anlass die IG Lebenszyklus Bau im neuen Philips Headquarter im Wiener Euro Plaza. Ziel ist vor allem, das bei vielen Bauprojekten vorherrschende Lohn- und Sozialdumping zu bekämpfen. Erreicht werden soll dies durch die im Rahmen der Sozialpartner-Initiative „Faire Vergaben sichern Arbeitsplätze” entwickelten Kriterien im Hinblick auf Bestbieterverfahren, auf eine Förderung von Losvergaben, auf Transparenz- und Kontrollpflicht bei Sub- und Subsubunternehmen, eine Einschränkung von Sub- und Subsubvergaben sowie eine vertiefte Angebotsprüfung.
 
„Die geplante Vergaberechtsnovelle trägt dazu bei, den Qualitätsaspekten und damit dem lebenszyklusorientierten Vorgehen bei Bauprojekten verstärkt Gewicht zu verleihen“, zeigt sich Stephan Heid, Partner bei Heid Schiefer Rechtsanwälte und stv. Sprecher des Vorstands der IG Lebenszyklus Bau, überzeugt von der Initiative, die er seit ihren Anfängen im Frühjahr 2014 begleitet.

„Als Mitglied der IG Lebenszyklus Bau unterstützen wir die neue Novelle, die Nachhaltigkeit und Umweltaspekte bei Ausschreibungen mitberücksichtigt. Moderne Beleuchtungssysteme sind nicht nur langlebig und reduzieren damit die Wartungskosten. Mit einer intelligenten Lichtsteuerung können sie auch den Energieverbrauch um bis zu 70 Prozent senken“, weiß Gastgeber Robert Körbler, Generaldirektor Philips Austria GmbH.

 

Thomas Hellweg von Philips erklärt die Beleuchtungslösungen 
und Lichtsteuerungen von Philips.

Gastgeber Robert Körbler, Generaldirektor Philips Österreich und
Referent Thomas Kurz, Heid Schiefer Rechtsanwälte
 beim „Forum
Vergabe“ der IG Lebenszyklus Bau. (v.l.n.r.)
Im Rahmen des Vergabe-Forums diskutierten zahlreiche
Auftraggeber und Auftragnehmer über die ab September 
geplante Novelle des Bundesvergabegesetzes (BVergG).
Bei der anschließenden Führung beeindruckte das neue Philips
Gebäude durch innovativste Technologie
 und flexible Raumkonzepte.

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Energieeffizientes Bauen schont das Klima

„Energieeffizientes und nachhaltiges Bauen schont das Klima“

 

Wir freuen uns, die Initiative klimaaktiv als neuen Kooperationspartner der IG Lebenszyklus Bau begrüßen zu dürfen. Inge Schrattenecker leitet seit 2011 das Programm klimaaktiv Bauen und Sanieren, welches für Energieeffizienz, ökologische Qualität, Komfort und Ausführungsqualität steht:

 

Die Initiative klimaaktiv steht für eine nachhaltige und klimaschonende Bauweise – ein Ziel, welches auch die IG Lebenszyklus Bau durch verbesserte Prozesse in der Baubranche verfolgt. Was erwarten Sie von der zukünftigen Zusammenarbeit?

 

Für klimaaktiv Bauen und Sanieren sind die Partnerschaften mit Bauträgern, Immobilienentwicklern, PlanerInnen, Verbänden und Interessensvertretungen von besonderer Wichtigkeit damit das Thema energieeffizientes und nachhaltiges Bauen an Umsetzungskraft und Sichtbarkeit in Österreich gewinnt. Uns geht es um die gemeinsame Weiterentwicklung von Inhalten und deren Verankerung im Partnernetzwerk. Gerade das Thema Qualitätssicherung in der Bauausführung und Betriebsoptimierung ist für klimaaktiv in den nächsten Jahren vorrangig um weitere Effizienzpotenziale zu nutzen. Hier sehe ich viel Potential für die Zusammenarbeit.

 

Klimaaktiv lässt dem Themenbereich „Bauen & Sanieren“ eine zentrale Bedeutung zukommen und bietet Bauherren zahlreiche Tools und Hilfestellungen bei Neubau oder Sanierung eines Gebäudes. Wie werden diese Angebote angenommen?

 

Eine ganz wesentliche Philosophie von klimaaktiv ist die Transparenz, Offenheit und Praktikabilität des Gebäudebewertungssystemen. Alle Kriterienkataloge, Tools und Handbücher sind offen und für jede Person frei zugänglich. Dieses Angebot erleichtert der Zielgruppe den Zugang zum System und es wird geschätzt, dass diese Tools sowohl für die Planung eines Gebäudes als auch zur Qualitätssicherung in der Ausführung verwendet werden können. Damit wird die Qualität eines Gebäude für alle besser nachvollziehbar.

 
Die IG Lebenszyklus Bau verfolgt ökologische, soziokulturelle und ökonomische Zielsetzungen. Vor allem letztere sind für Bauherren für die Realisierung neuer Herangehenweisen ausschlaggebend. Welche Argumente haben Sie, wenn es um die Kosten geht?

 
Aus der Sicht von klimaaktiv schont energieeffizientes und nachhaltiges Bauen das Klima, reduziert den Ressourcenverbrauch, erhöht den Komfort und ist schon bei mittelfristiger Betrachtung auch wirtschaftlich sinnvoller, als das Bauen nach „Schema F“. D.h. die wirtschaftliche Optimierung des Gebäude-Energiekonzepts ist bei klimaaktiv wesentlich und die Betrachtung der Lebenszykluskosten ist aus diesem Grund auch ein Muss Kriterium bei klimaaktiv. Damit wollen wir erreichen, dass Energieeffizienzmaßnahmen über den gesamten Lebenszyklus betrachtet werden und nicht nur die Errichtungskosten der Gebäude mini­miert werden.