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Trend-Report für die nachhaltige Bau- und Immobilienwirtschaft

Trend-Report für die nachhaltige Bau- und Immobilienwirtschaft (c) Leo Hagen
© Leo Hagen

 

Die IG Lebenszyklus Bau ist stolz darauf, Ihnen mit „8 ½ Trends“ den ersten Trend-Report für die nachhaltige Bau- und Immobilienwirtschaft vorstellen zu dürfen, der im Rahmen des 12. Kongresses am 15. November erstmals präsentiert wurde.  Gemeinsam mit zahlreichen Expert:innen der Bau- und Immobilienbranche wirft die IG Lebenszyklus Bau einen Blick in die Zukunft. „8 ½ Trends“ sind es, die der 2012 gegründete Verein für die kommenden zehn Jahre herausgearbeitet hat: Ob Corporate Climate Responsibility, das Mieten von Bauteilen und Baustoffen, Topfield-Developments oder Biophilic Design – im Rahmen des Trend-Reports wird aufgezeigt, wo die Reise beim nachhaltigen Planen, Bauen und Betreiben von Gebäuden hingeht.

 

Alle Leitfäden und der Trend-Report stehen unter folgendem Link zum kostenfreien Download zur Verfügung:

www.ig-lebenszyklus.at/publikationen2022

 

Neun neue Leitfäden für Bauherr:innen und Branchenvertreter:innen

 

Um den Weg dorthin bestmöglich zu bestreiten, stehen Bauherren und Branchenvertretern neun aktuelle Leitfäden zur Verfügung, die fachliche Unterstützung bei Themen wie Bodenversiegelung, Hybrid- und Systembau, Klimaneutralität, Kreislaufwirtschaft, Lieferkettengesetze, EU-Taxonomie, Vergabe-Compliance und Nachhaltige Sanierung bieten.

 

Acht Trends und eine Vision

 

„Die IG Lebenszyklus Bau deckt mit ihren Mitgliedsunternehmen den gesamten Planungs- und Bauprozess sowie Finanzierung, Betrieb und Rückbau von Gebäuden ab. In den vergangenen Jahren haben wir mit rund 90 Unternehmen der Branche an die 50 Leitfäden für Bauherr:innen- und Branchenvertreter:innen verfasst. Mit dem Trend-Report komprimieren wir dieses Wissen und richten einen optimistischen und konstruktiven Blick in die Zukunft“, betont Wolfgang Kradischnig, Sprecher der IG Lebenszyklus Bau.

 

Die 8 ½ Trends wurden in Zusammenarbeit mit zahlreichen Expert:innen aus den drei großen Themenbereichen Klimaschutz, Verknappung und Social Impact erarbeitet und mit Best-Practice-Beispielen unterlegt. Da die „Humanökonomie“ eher noch Vision als Trend ist, erhält sie im Rahmen des Trend-Reports nur einen „halben Punkt“, ist aber unverzichtbarer Bestandteil einer nachhaltigen Bau- und Immobilienwirtschaft:

 

1. Kein Bauen ohne Klimaresilienz
2. CCR–Corporate Climate Responsibility
3. Vom Me-Project zum We-Project
4. Mieten von Bauteilen und Baustoffen
5. Regionalisierung: Auf die Nähe kommt es an
6. Das Viertelstunden-Quartier
7. Topfield-Developments
8. Biophilic Design
8 ½. Humanökonomie

 

Save-the-date: KONNEX BAU Onlineforum Special Edition am 1. Februar 2023

 

Gerne machen wir Sie bereits jetzt auf unsere erste KONNEX BAU Onlineforum Special Edition am Mittwoch, 1. Februar 2023, 16:00 – 18:00 Uhr, aufmerksam. Hier steht der Trend-Report „8 ½ Trends“ im Fokus und stellt sich den Fragen und Anmerkungen der Teilnehmenden. Das Programm und die Speaker werden in einem der kommenden Newsletter bekanntgegeben. Anmeldungen ab sofort bitte an: office@ig-lebenszyklus.at

Wir freuen uns auf Ihre Mitwirkung!

 

12. Kongress „Raum und Verantwortung“ als Motto für 2022

 

Präsentiert wurden der Trend-Report sowie die weiteren Arbeitsergebnisse 2022 im Rahmen des 12. Kongresses der IG Lebenszyklus Bau am 15. November in Wien. Besucht von rund 150 Branchenvertreter:innen und Auftraggeber:innen, stand 2022 das Motto „Raum und Verantwortung“ im Mittelpunkt der Veranstaltung. Prominente Keynotes von Philosoph Robert Pfaller, Sozioökonom Andreas Novy und der Projektentwicklerin Jasmin Soravia sorgten für einen starken Auftakt des Kongresses, der mit zahlreichen Best Practice-Vorträgen, Summaries aus den Arbeitsgruppen und hochkarätigen Panels ergänzt wurde. Im Fokus stand dabei die nachhaltige Gebäude- und Quartiersentwicklung im urbanen und ruralen Raum unter besonderer Berücksichtigung der Faktoren Klimawandel, Ressourcenverknappung und neuen sozialen Herausforderungen.

 

 


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Die neusten Publikationen der IG LEBENSZYKLUS BAU 2022

Um den Weg zum nachhaltigen Planen, Bauen und Betreiben von Gebäude bestmöglich zu bestreiten, stehen Bauherren und Branchenvertretern neun aktuelle Leitfäden zur Verfügung, die fachliche Unterstützung bei Themen wie Bodenversiegelung, Hybrid- und Systembau, Klimaneutralität und Kreislaufwirtschaft, Lieferkettengesetze, EU-Taxonomie und Vergabe-Compliance und Nachhaltige Sanierung bieten. Alle Publikationen können unter https://ig-lebenszyklus.at/publikationen/ heruntergeladen werden. 

8 1/2 Trends – Ein Report aus der Zukunft

 

Gemeinsam mit zahlreichen Expert:innen der Bau- und Immobilienbranche wirft die IG Lebenszyklus Bau im neuen Trend-Report einen Blick in die Zukunft. „8 ½ Trends“ sind es, die man beim 2012 gegründeten Verein ortet: Ob Corporate Climate Responsibility, das Mieten von Bauteilen und Baustoffen, Topfield-Developments oder Biophilic Design – im Rahmen des Trend-Reports zeigt der Verein auf, wo die Reise beim nachhaltigen Planen, Bauen und Betreiben von Gebäuden hingeht.

 

 

CO2-Emissionen hervorgerufen durch Mobilität auf der Baustelle

Arbeitsgruppenleitung: Klaus Reisinger, ClimatePartner GmbH

 

Diese Publikation reiht sich in eine Reihe von Veröffentlichungen der IG Lebenszyklus Bau ein, die sich mit dem Thema Klimaschutz beschäftigen. Sie ist in diesem Sinne einerseits als Ergänzung zum Leitfaden „Klimaneutrale Gebäude“ der IG Lebenszyklus Bau aus dem Jahr 2020 zu verstehen, hat aber andererseits auch als eigenständiges Dokument ihre Berechtigung. Im Kern geht es den Autoren darum, den Stellenwert der Mobilität auf der Baustelle im Verhältnis zu anderen Lebenszyklusphasen in Bezug auf die CO2-Emissionen von Gebäuden aufzuzeigen. Darüber hinaus haben die Autoren auch Optimierungsvorschläge erarbeitet, mit deren Umsetzung die „CO2-Emissionen auf der Baustelle“ deutlich reduziert werden können.

 

 

EU Taxonomy: Übergang zu einer Kreislafuwirtschaft

Arbeitsgruppenleitung: Stefan Rufera, KPMG Austria & Christian Plas, denkstatt

EU Taxonomy: Übergang zu einer Kreislafuwirtschaft

 

Wesentlicher Baustein des EU-Aktionsplans für die Finanzierung eines nachhaltigen Wachstums ist die Entwicklung eines einheitlichen EU-Klassifikationssystems (EU-Taxonomie), worin definiert werden soll, was unter einer „nachhaltigen Wirtschaftsaktivität“ zu verstehen ist. Ziel davon ist die Bereitstellung von Information für Investoren, um Geldflüsse in diese, in der EU gewünschten politischen Zielrichtungen zu lenken. Gerade die Bau- und Immobilienwirtschaft wird aufgrund ihrer langfristig wirksamen Investitionen besonders aufmerksam von Geldgebern betrachtet. Vor diesem Hintergrund hat sich die Arbeitsgruppe vorgenommen, mögliche Ansätze für Nachweise von nachhaltigen Wirtschaftsaktivitäten in diesem Sektor entsprechend den Anforderungen der EU-Taxonomie praxisnah und konkret aufzuzeigen und abzuleiten.

 

 

Klimaneutralität und Kreislaufwirtschaft im Bauwesen – 5 Factsheets

Arbeitsgruppenleitung: Verena Macho, FCP Fritsch, Chiari & Partner ZT GmbH & Gerhard Kopeinig, ARCH+MORE ZT GmbH

 

Klimaneutralität und Kreislaufwirtschaft im Bauwesen - 5 Factsheets

Folgende Schwerpunkte haben die Factsheets dieser Publikation zum Themenfeld „Klimaneutralität und Kreislaufwirtschaft im Bauwesen“:

  • Begriffsdefinitionen,
  • Digitaler Gebäudepass,
  • Kosten und Werte in der Kreislaufwirtschaft,
  • Herangehensweise bei Bestandsentwicklung / Sanierung
  • sowie Dynamische Prozesse – Dezentrale Planung.

In den kommenden Jahren werden die Factsheets um weitere Schwerpunkte erweitert.

 

 

Lieferkettengesetze in der Praxis

Arbeitsgruppenleitung: Markus P. Beham, LL.M. (Columbia), Universität Passau & Stephan Heid, Heid und Partner Rechtsanwälte GmbH

 

Lieferkettengesetze in der Praxis

Die Arbeitsgruppe Nachhaltigkeitsrecht hat sich für dieses und das kommende Jahr zum Ziel gesetzt, die rechtlichen Fragen globaler Lieferketten zu ergründen und sich damit zugleich einem Kernthema der IG Lebenszyklus Bau selbst zu widmen. Damit flankiert die Arbeitsgruppe die Arbeit anderer Arbeitsgruppen zu den Themen Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und Compliance. Das Thema ist zudem vor dem Hintergrund des Phänomens der Lieferkettengesetzgebung, sei es auf nationaler Ebene oder auf jener der Europäischen Union, von besonderer Relevanz für die österreichische Bau- und Immobilienwirtschaft.

 

 

Nachhaltige Sanierungen: Problemlagen & Lösungsansätze

Arbeitsgruppenleitung: Margot Grim-Schlink, e7 energy innovation & engineering

 

Nachhaltige Sanierungen: Problemlagen & Lösungsansätze

Durch die Intensivierung der Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsdebatte in den vergangenen Jahren ist das Thema der Gebäudesanierung weiter in den Fokus der Aufmerksamkeit gerutscht. Nachhaltige Sanierungen kristallisieren sich für die Immobilienwirtschaft zunehmend als – steiniger – Königsweg für das Erreichen von Nachhaltigkeitszielen heraus. Von nachhaltigen Sanierungen sprechen wir im Rahmen dieses Leitfadens grundsätzlich dann, wenn sie zu Gebäuden führen, die in der Errichtung, im Betrieb und beim allfälligen Rückbau möglichst wenig Ressourcen benötigen und die gleichzeitig ressourcenarm hergestellt sowie für Mensch und Umwelt nicht schädlich sind.

 

Damit ist eine Reihe unterschiedlicher Themen angesprochen, die bei den konkreten Sanierungsvorhaben jeweils unterschiedlich stark ausgeprägt sein können. Der Leitfaden orientiert sich an der Perspektive von Auftraggeber:innen, das heisst in der Regel Gebäudeeigentümer:innen. Was sind die Problemlagen, mit denen Auftraggeber:innen im Zusammenhang mit nachhaltigen Sanierungen konfrontiert sind? Was können Auftraggeber:innen tun, um bestehende Hindernisse zu überwinden? Des Weiteren bietet die Publikation einen Überblick und zeigt Zusammenhänge auf.

 

 

Netto-Neuversiegelung gleich NULL! Leitfaden zur Reduzierung der Bodenversiegelung im ländlichen Raum

Arbeitsgruppenleitung: Dominik Philipp, Dietrich | Untertrifaller & Christoph Müller-Thiede, M.O.O.CON

 

Netto-Neuversiegelung gleich NULL! Leitfaden zur Reduzierung der Bodenversiegelung im ländlichen Raum

Dieser Leitfaden widmet sich der Entwicklung im ländlichen Raum. Österreich ist derart strukturiert, dass sehr viele Menschen in Dörfern, Marktgemeinden und kleinen Städten fernab der Ballungszentren leben und arbeiten. Viele politische Maßnahmen zielen aber auf größere Städte ab, auch gibt es für Mobilität (ÖPNV) oder Nutzungsmix in urbanen Gebieten vielfach bereits gute, erprobte Lösungen. Darüber hinaus spitzt sich die Lage aufgrund der topografischen Situation Österreichs und aus den oben genannten Gründen im ländlichen Raum dramatisch zu – dieser Leitfaden soll hier Lösungsansätze aufzeigen.

 

 

 

Prozessmodell für Hybridbau und modularen Systembau

Arbeitsgruppenleitung: Wolfgang Kradischnig, DELTA, Felicitas Stocker, DELTA PODS & Lukas Kral, Dietrich | Untertrifaller

 

Prozessmodell für Hybridbau und modularen Systembau

Die Bau- und Immobilienwirtschaft ist ein bedeutender Wirtschaftssektor mit maßgeblichem Impact auf Mensch und Umwelt – im Bereich des Rohstoff- und Energieverbrauchs, des Transport- und Abfallaufkommens und nicht zuletzt im Bereich der CO₂-Emissionen durch Baustoffherstellung, Gebäudeerrichtung und -nutzung. Trotz dieser bedeutsamen Rolle hat es in der Bauwirtschaft in den vergangenen Jahrzehnten zwar Bemühungen gegeben, die Energieperformance im Lebenszyklus von Gebäuden zu verbessern, größere Produktionsveränderungen und Produktivitätssprünge im Bereich der Gebäudeerrichtung hat es, vergleicht man es mit anderen Branchen, aber kaum gegeben. Dieser Leitfaden führt eine aus der Vorfertigung resultierende Prozessbetrachtung durch und erstellt einen objektiven Kriterien entsprechenden, aus einer materialneutralen Haltung entstehenden, Wegweiser zur Darstellung eines idealtypischen Prozessmodells.

 

 

Reflexionsstrahlung (Albedo Effekt) im Gebäudesektor

Arbeitsgruppenleitung: Susanne Formanek, GRÜNSTATTGRAU

Reflexionsstrahlung (Albedo Effekt) im Gebäudesektor

 

Die Albedo ist definiert als das Verhältnis zwischen der von einer Oberfläche reflektierten Strahlung und der auf sie einfallenden Strahlung. Die geringe Albedo von städtischen Oberflächen ist charakteristisch für den Wärmeinseleffekt bzw. Urban Heat Island Effekt (UHI) in Metropolen. Durch erhöhte Rückstrahlung von (Sonnen) Strahlen (genannt Albedo) können die Temperatur und der Urban Heat Island Effekt gesenkt werden. Dieser Leitfaden formuliert konkrete Empfehlungen und Maßnahmen für eine klimaresiliente Stadt und ihre Gebäude.

 

 

Vergabe-Compliance: Die Selbstreinigung nach dem Bundesvergabegesetz

Arbeitsgruppenleitung: Berthold Hofbauer, Heid & Partner Rechtsanwälte

 

Vergabe-Compliance: Die Selbstreinigung nach dem Bundesvergabegesetz

Die Vergabe-Compliance ist als neue Staatspflicht gesetzlich verankert. Compliance im Sinne von Regelkonformität und Wohlverhalten kann auf dem Gebiet des Vergaberechts jedoch unterschiedlichste Formen annehmen. Das zentrale Ziel ist die dokumentierte Verhinderung von Wettbewerbsverzerrungen und Günstlingswirtschaft. Die Einhaltung einer proaktiv gelebten und dokumentiert „sauberen“ Vergabekultur ist gesetzliche Verpflichtung und (letztlich) auch eine Imagefrage für alle Akteure der öffentlichen Beschaffung. Ein wichtiger Grundsatz der Vergabe-Compliance ist dabei die Sicherstellung des freien, fairen und lauteren Wettbewerbs. Damit einhergehend ist eine wichtige Voraussetzung für die Teilnahme von Bietern an Vergabeverfahren deren sogenannte berufliche Zuverlässigkeit. Der Leitfaden widmet sich in diesem Zusammenhang dem Thema des Verlustes der Zuverlässigkeit (z.B. aufgrund von Preisabsprachen) und zeigt auf, welche Maßnahmen erforderlich sind, um im Rahmen einer sogenannten Selbstreinigung die vergaberechtliche Zuverlässigkeit wieder erlangen zu können.

 

 

Hier kommen Sie zu den weiteren Publikationen und Videos der IG LEBENSZYKLUS BAU: https://ig-lebenszyklus.at/publikationen/


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KONNEX BAU | „Wie ein Projekt in Systembauweise zum Erfolg wird“ am 30. November 2022

 

KONNEX BAU Systembau
KONNEX BAU Systembau

 

WANN: 30. November, 09:00-10:30 Uhr

WO: ZOOM-Videokonferenz

 

Der Systembau ist eine Bauweise mit großem Potenzial – zur Produktivitätssteigerung, Qualitäts- und Rückbauverbesserung, Bauzeitverkürzung aber auch zur Nutzung von Effizienzmöglichkeiten bei Skalierung. Um dieses Potenzial möglichst in vollem Umfang realisieren zu können, sollten jedoch bestimmte „Spielregeln“ eingehalten werden.

 

Mehr als ein halbes Jahr hat sich eine interdisziplinäre Experten-Gruppe in Klein- und Großgruppen-Workshops, mit Impulsvorträgen und mit Exkursionen mit dem Thema „Idealtypisches Prozessmodell für hybriden und modularen Systembau“ auseinandergesetzt. Das erarbeitete Ergebnis kann sich sehen lassen: Materialneutral wurde der Systembau in verschiedenen Dimensionen „beleuchtet“ und konnten in einem kompakten Leitfaden Definitionen, Vorteile, technische und prozessuale Besonderheiten des Systembaus und verschiedene Musterprozesse im Vergleich zum konventionellen Projektablauf dargestellt werden. Die Autoren Wolfgang Kradischnig (DELTA), Felicitas Stocker (DELTA) und Lukas Kral (Dietrich | Untertrifaller) wollen im KONNEX BAU Onlineforum am 30. November die wichtigsten Erkenntnisse präsentieren und sich Fragen interessierter Teilnehmer stellen.

 

 

Referenten: 

  • Wolfgang Kradischnig, DELTA
  • Felicitas Stocker, DELTA
  • Lukas Kral, Dietrich | Untertrifaller

 

Anmeldungen werden erbeten an: office@ig-lebenszyklus.at

Der Link zum ZOOM-Meeting wird Ihnen wenige Tage vor der Veranstaltung per Mail zugeschickt.

 

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Wolfgang Kradischnig, Geschäftsführer von DELTA

ist nach seinem Studienabschluss an der TU in Graz 1991 nach Oberösterreich zur DELTA „ausgewandert“. Dort hat er den Bereich Baumanagement innerhalb der DELTA Gruppe zuerst in Wels und vor etwas mehr als 10 Jahren auch in Wien aufgebaut. Seit 2011 ist er als Holding Geschäftsführer auch als Unternehmenssprecher der DELTA Gruppe tätig. Wolfgang Kradischnig ist als einer der Initiatoren der IG Lebenszyklus Bau Mitglied im Vorstand. Ebenso ist er Vorstandsmitglied des Verbandes der Ziviltechniker- und Ingenieurbetriebe. Seit vielen Jahren bemüht sich Wolfgang Kradischnig um einen Kulturwandel in der Bauwirtschaft hin zu mehr Fairness und Partnerschaftlichkeit. Er hat über viele Jahre Umbauprojekte begleitet und geleitet sowie die DELTA green line zur Planung lebenszyklusoptimierter Projekte ins Leben gerufen.

 

Felicitas Stocker, Architektin Hochbauplanung bei DELTA PODS
hat Architektur in München und an der TU Wien studiert sowie ein berufsbegleitendes Studium in Bauingenieurwesen-Baumanagement am FH Campus Wien abgeschlossen. Seit 2017 ist sie bei Podsedensek Architekten in der Planung tätig, welches sich im Herbst 2020 mit der DELTA zu Delta Podsedensek Architekten zusammengeschlossen hat. Aufgrund ihres großen Interesses an lebenszyklusoptimiertem und zukunftsfähigem Bauen engagiert sie sich neben ihrer Tätigkeit in der Planung zudem in der DELTA Green Line und seit Anfang 2022 in der IG Lebenszyklus Bau. Darüber hinaus ist sie seit 2022 ÖGNI Consultant und EU-Taxonomy Advisor.

 

Lukas Kral, Head of Process Management bei Dietrich | Untertrifaller
begann nach seinem Studienabschluss mit 2017 bei Dietrich | Untertrifaller als Architekt. Von Beginn an beschäftigt er sich mit integralen Planungsprozessen und agilen Planungs-Abwicklungsmodellen. Seit 2020 verfolgt er diese Agenden bei Dietrich Untertrifaller standortübergreifen in der Funktion des Head of Process Management. In dieser Funktion ist er neben operativen Prozessmoderationen in der Gestaltung agiler Prozesse aktiv, mit dem Ziel lebenszyklusfähige Projekte auf- und umzusetzen. Seit 2022 ist er zum Thema Agiles Projektmanagement Lehrbeauftragter der FH Joanneum.


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„Das Pulverfass des schlechten Geschmacks“ – 7 Thesen von Robert Pfaller

Über die soziale Verantwortung einer allgemein zugänglichen ästhetischen Bildung

 

Robert Pfaller, österreichischer Philosoph
Robert Pfaller, österreichischer Philosoph

In Österreichs ländlichen Regionen kommt es seit einigen Jahren zu einer regen Bautätigkeit: Zahlreiche Neubauten von Ein- und Großfamilienhäusern entstehen neben umfassenden Adaptionen und Erweiterungen bestehender Gebäude.

 

„In der Regel werden gesichtslose Bauten mit rechteckigen Standardgrundrissen in die Landschaft gestellt, die man in grellen Neonfarben wie Leuchtgelb gestaltet oder – ein Erbe der Postmoderne – mit farblichen Ornamenten wie Streifen, Rauten oder komplexeren Überschneidungen farblicher Flächen detailverziert“, so Robert Pfaller

 

Dazu formulierte der österreichische Philosoph sieben Thesen:

 

  • Was hier entsteht, ist mehr als ein ästhetischer Schrecken. Hier sind hier gewaltige Enttäuschungen im Heranwachsen begriffen – und damit verbunden ein erheblicher Sprengstoff für die Gesellschaft als Ganze. Denn es handelt sich nicht mehr, wie noch bis vor kurzem, um die Trostlosigkeit nüchterner Zweckbauten industrialisierter Landwirtschaft. Was hier neu entsteht, ist etwas liebevoll Gestaltetes – aber mit der sehr wahrscheinlichen Aussicht, dass diese Liebe enttäuscht werden wird.

 

  • Denn der schlechte Geschmack ist nicht einer, dem etwas anderes Freude macht als dem guten Geschmack. Vielmehr gefällt und missfällt dem schlechten Geschmack genau dasselbe wie dem guten Geschmack – nur mit etwas zeitlichem Abstand.

 

  • Wie Adolf Loos bemerkte, lässt das Ornament Gebäude ästhetisch verfallen noch bevor sie materiell verfallen. Wir müssen uns also darauf gefasst machen, auf dem Land mehrheitlich Architekturen anzutreffen, die physisch noch intakt (und ökonomisch vielleicht noch nicht einmal abbezahlt), ästhetisch aber bereits Ruinen sind.

 

  • Sich mit dem eigenen Geschmack uneins fühlen zu müssen bzw. sich für ihn zu schämen erzeugt Zorn und Hass auf andere. Im Wahlverhalten der Bevölkerungen westlicher Länder zeichnet sich dieser Riss zunehmend ab: Er verläuft (nach der Terminologie von David Goodheart) zwischen ländlichen oder suburbanen „Somewheres“, die z. B. durch Hausbesitz und Beruf an einen bestimmten Ort gebunden sind, und den urbanen „Anywheres“, die mangels Eigenheimbesitz sowie dank ihrer Vielsprachigkeit und guter Ausbildung in vielen Metropolen gleichermaßen Arbeit und Existenz finden können.

 

  • Auch im Wahlverhalten zeigt sich, dass die „politischen Geschmäcker“ nicht einfach nur verschieden sind. Denn die Anywheres wählen, was ihnen gefällt. Die Somewheres dagegen wählen (nach der These des Soziologen Thomas Frank) das, wovon sie glauben, dass es die Anywheres ärgert. Es gibt somit einen politischen wie einen ästhetischen „Trotzgeschmack“.

 

  • Die derzeit im Entstehen begriffene Architektur ist geeignet, diesen gesellschaftlichen Riss zu vertiefen und zu verstetigen.

 

  • Darum ist es eine dringende soziale wie kulturelle Aufgabe, ästhetische Bildung für breitere Bevölkerungsgruppen zugänglich zu machen. Um es mit dem Philosophen Günther Anders zu sagen: Der beträchtlichen Fähigkeit materiellen architektonischen Herstellens muss eine ebenbürtige ästhetische Fähigkeit architektonischen Vorstellens und Gestaltens an die Seite gestellt werden.

 

Sie wollen mehr erfahren? In seiner Keynote „Das Pulverfass des schlechten Geschmacks“ beim 12. Kongress der IG LEBENSZYKLUS BAU am 15. November diskutiert Robert Pfaller, wieso diese Entwicklungen eine Menge an sozialem Sprengstoff erzeugen können. 


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Digitale Grundlagen für kreislauffähiges Bauen

 

Kreislaufwirtschaft und „Cradle to Cradle“ beginnen nicht beim Recyclingprozess, sondern bei der Planung und reichen über den gesamten Gebäudelebenszyklus. Es muss transparent aufgezeigt werden, welche Stoffe für welchen Zweck wo verbaut sind und wie sie genutzt werden. Die Nachweisführung zur Kreislauffähigkeit wird zukünftig von Europäischer Seite her gefordert und aktuell in nationale Rahmenstrategien implementiert.

 

Im Rahmen unseres KONNEX BAU Onlineforums am 25. Oktober präsentierte Steffen Robbi, Geschäftsführer von Digital Findet Stadt, welche Rolle die Digitalisierung in der Kreislaufwirtschaft im Bau spielen wird.

 

 

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Boden ist der Schlüssel

Flächenfraß und Bodenspekulation sind zentrale Hemmnisse für eine klima- und sozialgerechte Raumentwicklung – das gilt für Deutschland ebenso wie für Österreich. Angesichts der  Boden- und Mietpreisexplosion in fast allen Großstadtregionen hat die lange vergessene Debatte über Boden als Gemeingut und eine gemeinwohlorientierte Bodenpolitik seit einigen Jahren erheblich an Fahrt gewonnen.

Der Vortrag durch Stephan Reiß-Schmidt im Rahmen des KONNEX BAU Onlineforums am 11. Oktober stellte Konzepte einer Reform des Bodenrechts und Strategien einer aktiven kommunalen Bodenpolitik in Deutschland vor. Bodenpolitische Positionen in Raumplanung, Wohnungs- und Immobilienwirtschaft sowie in der Politik wurden kritisch beleuchtet.

 

Stephan Reiß-Schmidt: „Der jahrzehntelange Reformstau im deutschen Bodenrecht muss endlich überwunden werden. Deshalb haben sich 2021 im Vorfeld der letzten Bundestagswahl zahlreiche Akademien, Kammern und Verbände aus den Bereichen Architektur, Stadtplanung, Naturschutz und Mieterschutz zum BÜNDNIS BODENWENDE zusammengeschlossen. Wichtige Forderungen des bundesweiten BÜNDNIS BODENWENDE sind die Abschöpfung planungsbedingter Bodenwertsteigerungen, ein transparenterer Bodenmarkt, ein erweitertes und preislimitiertes kommunales Vorkaufsrecht, ein wirksameres, gebietsbezogenes Baugebot sowie eine aktive Bodenvorratspolitik durch kommunale oder regionale Bodenfonds. Als Sofortmaßnahmen sind ein Bodenpreisdeckel und eine Genehmigungspflicht für den städtischen Grundstücksverkehr notwendig.“

 

Die Arbeitsgruppe „Zukunftsfähige Raumordnung und Quartiersentwicklung“ der IG Lebenszyklus Bau entwickelt zum Thema Bodenversiegelung 2022 ein Positionspapier, das im Rahmen des Jahreskongress 15. November in Wien vorgestellt wird.

 

Stephan Reiß-Schmidt, Dipl.-Ing., Stadtdirektor a.D.
lebt als freier Berater und Autor für Stadt- und Regionalentwicklung in München. Er ist Ko-Vorsitzender des Ausschusses Bodenpolitik der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL) und Mitinitiator des bundesweiten BÜNDNIS BODENWENDE. Seit 2017 arbeitet er aktiv in der „Münchner Initiative für ein soziales Bodenrecht“ mit. Von 1996 bis 2017 war Stephan Reiß-Schmidt Stadtdirektor und Leiter der Hauptabteilung Stadtentwicklungsplanung bei der Landeshauptstadt München sowie Vorsitzender der Fachkommission Stadtentwicklungsplanung des Deutschen Städtetages. Zuvor war er 15 Jahre als Stadt- und Regionalplaner im Ruhrgebiet tätig. Reiß-Schmidt studierte in den 1970er Jahren Architektur und Städtebau an der RWTH Aachen und absolvierte anschließend das Städtebaureferendariat in NRW.

 

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EU Taxonomie: Chancen & Herausforderungen

 

Die EU soll bis zum Jahr 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent werden. Dieses Ziel hat die Europäische Kommission im Dezember 2019 im Rahmen des European Green Deal beschlossen. Zentraler Baustein zur Umsetzung ist die Taxonomie für nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten im EU-Recht (Taxonomie-Verordnung). Diese legt verbindlich festgelegt, wann eine Wirtschaftstätigkeit nachhaltig ist.

 

Besonders bei der Neuerrichtung und Renovierung bestehender Immobilien ist die Bau- und Immobilienbranche von der neuen Verordnung betroffen. Investoren, Entwickler aber auch Finanzunternehmen müssen sich bereits jetzt mit den Anforderungen an nachhaltige Immobilienprojekte auseinandersetzen. Welche Chancen und Herausforderungen sich aus diesen Entwicklungen und Anforderungen aus der Taxonomie-Verordnung für die Immobilienbranche auf der einen Seite aber auch für die Kapitalgeber auf der anderen Seite ergeben, diskutierten die Teilnehmer:innen des KONNEX BAU am 28. September mit namhaften Vertretern aus der Branche.

 

Referent:innen

  • Stefan Rufera, KPMG
  • Peter Engert, ÖGNI
  • Simone Nemeskal, Verband Österreichischer Banken & Bankiers
  • Richard Teichmann, Teichmann & Compagnons Property Networks GmbH

 

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Save the Date: 1. Mitglieder- und Interessentenveranstaltung am 15. Februar 2023

2. Mitglieder- und Interessentenveranstaltung am 21. Juni 2022, 17:00 - 19:00 Uhr

 

WANN: 15. Februar 2023, 16:00-18:00 Uhr
WO: magdas HOTEL Ungargasse 38, 1030 Wien

 

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!  Kontakt: office@ig-lebenszklus.at

 

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KONNEX BAU | „Digitale Grundlagen für kreislauffähiges Bauen – Teil 2“ am 24. Jänner 2023

 

KONNEX BAU | Digitale Grundlagen für kreislauffähiges Bauen

 

WANN: 24. Jänner 2023, 09:00-10:30 Uhr

WO: ZOOM-Videokonferenz

 

Kreislaufwirtschaft und „Cradle to Cradle“ beginnen nicht beim Recyclingprozess, sondern bei der Planung und reichen über den gesamten Gebäudelebenszyklus. Es muss transparent aufgezeigt werden, welche Stoffe für welchen Zweck wo verbaut sind und wie sie genutzt werden. Die Nachweisführung zur Kreislauffähigkeit wird zukünftig von Europäischer Seite her gefordert und aktuell in nationale Rahmenstrategien implementiert.

 

Im Rahmen unseres nächsten KONNEX BAU Onlineforums präsentieren Steffen Robbi, Geschäftsführer von Digital Findet Stadt, und Marcel Özer, EPEA GmbH – Part of Drees & Sommer, welche Rolle die Digitalisierung in der Kreislaufwirtschaft im Bau spielen wird und geben eine Übersicht konkreter Möglichkeiten der digitalen Nachweisführung.

 

Inhalte: 

  • Praxisanwendung & Inhalte von Materialpässen für Gebäude zur Nachweisführung
  • Implementierung der Nachweisführung in den Planungsprozess
  • Anwendungsbeispiele: „Stadt Heidelberg als Rohstoffdepot der Zukunft“ und „Stadt München – Materialpässe als Qualitätskriterium für Gebäudekonzepte“
  • Ausblick auf die Entwicklung des Materialpasses und dessen Anbindung in die digitale Planungswelt

 

Referenten: 

  • Steffen Robbi, Geschäftsführer von Digital Findet Stadt
  • Marcel Özer, Senior Consultant und Teamleiter bei EPEA GmbH – Part of Drees & Sommer

 

Anmeldungen werden erbeten an: office@ig-lebenszyklus.at

Der Link zum ZOOM-Meeting wird Ihnen wenige Tage vor der Veranstaltung per Mail zugeschickt.

 

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Steffen Robbi

Die digitale Transformation der Bau- und Energiewirtschaft muss zu einer wesentlichen Steigerung der Ressourcen-, Energie- und Kosteneffizienz beitragen. Vor dem diesem Hintergrund ist Steffen Robbi Gründer und Geschäftsführer des Innovationslabors Digital Findet Stadt, Österreichs größter Plattform zur Digitalisierung der Bau- und Immobilienwirtschaft. Zuvor war er als Business Manager und Senior Engineer am AIT Austrian Institute of Technology für den Bereich Digital Building Technologies verantwortlich und konnte bereits bei Cloud&Heat Technologies, einem damals jungen Start-Up, die rasante Marktdurchdringung innovativer Energieversorgung aus Basis digitaler Geschäftsmodelle mitgestalten.

 

Marcel Özer, Senior Consultant und Teamleiter „Cradle to Cradle® Real Estate“ bei EPEA GmbH – Part of Drees & Sommer, studierte Umweltwissenschaften an der Universität Stuttgart. Nach seinem Masterstudium begann er seine berufliche Laufbahn bei Drees & Sommer und war am Aufbau der neuen Abteilung „Kreislauffähiges Planen und Bauen“ beteiligt.

Seit 2019 ist er Teamleiter im Bereich „Cradle to Cradle® Real Estate“ bei EPEA GmbH – Part of Drees & Sommer. Er arbeitet an Lösungen, um Material- und Ressourcenströme auf Gebäude- und Stadtebene in einen geschlossenen Kreislauf zu bringen. Intelligentes Wasser-/Abfallmanagement gehört ebenso zu seinem Aufgabengebiet wie der Fokus auf die Entwicklung recyclingfähiger, flexibler und gesunder Gebäude sowie Infrastrukturen und die damit verbundenen Chancen für die Bau- und Immobilienwirtschaft im Sinne der Circular Economy. Marcel Özer ist außerdem zertifizierter Baubiologe, Cradle to Cradle Certified™ Catalyst und DGNB-Consultant.


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Zukunftsfähiges Wirtschaften – Andreas Novy | 12. Kongress der IG LEBENSZYKLUS BAU

Herausfordernde Zeiten benötigen herausfordernde Maßnahmen – und ermöglichen sie auch. Das haben die letzten beiden Jahre gezeigt. Die Menschheit steht inmitten von Krieg, Pandemie und einer Klima- und Umweltkrise, deren verheerende Auswirkungen wir täglich spüren.

Gibt es Wirtschaftskonzepte, die beides vereinbaren: eine florierende Wirtschaft und die Transformationen, die nötig sind, damit die Natur bewahrt bleibt und die Menschheit überleben kann? Welche Rolle spielt dabei sozialer Ausgleich und Zusammenhalt – und bedeutet das die Schaffung von Wohlstand für möglichst viele oder gar alle?

 

In seiner Keynote beim 12. Kongress der IG LEBENSZYKLUS BAU am 15. November analysiert der Sozioökonom Andreas Novy (Wirtschaftsuniversität Wien), warum es aktuell für Einzelne kaum möglich ist, klimafreundlich und zukunftsfähig zu leben und zu wirtschaften. Aktuelle Strukturen, Gesetze, Preisanreize und Gewohnheiten verhindern oftmals verantwortungsbewusstes und nachhaltiges Handeln. Daher ist es notwendig, gemeinsam, koordiniert und zielgerichtet eben diese Rahmenbedingungen so zu verändern, dass klimafreundliches Wirtschaften leicht und selbstverständlich wird.

 

Potentiale einer sozialökologischen Infrastruktur

 

Dies erfordert, Bedürfnisse weniger über individuellen Konsum und vermehrt über gemeinsame Infrastrukturen zu befriedigen. So wie im Roten Wien der Zwischenkriegszeit soziale Infrastrukturen, von Gemeindebauten über Schwimmbäder und Kindergärten, aus Arbeiter:innen Bürger:innen machten, so braucht es heute sozialökologische Infrastrukturen, die allen ein gutes Leben innerhalb der planetaren Grenzen ermöglichen. Es braucht nachhaltige, ressourcenschonende, allen Bevölkerungsgruppen zugängliche Infrastrukturen, wie etwa öffentliche Verkehrsmittel, öffentliche Grünräume, leistbare, nachhaltige Energieversorgung und vor allem eine Stadt der kurzen Wege. Sind diese vorhanden, wird es möglich und hoffentlich selbstverständlich, gut und nachhaltig leben und wirtschaften zu können.

 

Sie wollen mehr erfahren? Besuchen Sie unseren 12. Kongress der IG LEBENSZYKLUS BAU am 15. November in Wien.

 

 


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Unser Energiehunger ist zu groß: Fünf konkrete Energiespartipps für jedes Unternehmen

Margot Grim-Schlink: „Der Umstieg auf erneuerbare Energieträger ist wichtig, aber unser Energiehunger ist zu groß und definitiv nicht ganzjährig durch Erneuerbare zu decken. Wir brauchen ein Umdenken unseres Bedarfs und Quick Wins, und zwar jetzt. Klare, einfache Programme, die helfen, die Energieeinsparpotenziale schnell auszuschöpfen. In diesem Zusammenhang ist auch die rechtliche Umsetzung des neuen Energieeffizienzgesetzes besonders wichtig.“

 

Fehlende klare Vorgaben führen derzeit dazu, dass viele Unternehmen aufgrund der erhöhten Energiepreise unvorbereitet zur Selbstinitiative gezwungen sind. Wichtig ist die Verpflichtung von rasch umsetzbaren Aktivitäten, wie etwa die Erstellung von Energieaudits und/oder die Führung von Energiemanagementsystemen für Unternehmen bzw. Organisationen mit hohem Energieverbrauch – so wie im ausgelaufenen Energieeffizienzgesetz, das nur für Großunternehmen gültig war. Auch die fehlende Umsetzung von Vorgaben der Gebäuderichtlinie bremst die Energiewende. So ist es erforderlich, dass alle Gebäude ab 290 Kilowatt Anschlussleistung über eine Gebäudeautomation verfügen. Derzeit wissen laut Grim-Schlink aber nur wenige, dass es diese Vorgaben überhaupt gibt bzw. wie diese zu interpretieren sind.

 

„Wir stehen als Verband den Unternehmen gerne beratend zur Seite. Die gewerblichen Einsparungspotenziale sind enorm. Bei Gebäuden mit komplexer Gebäudetechnik, bei denen unterschiedliche Wärme-, Kälte- und Lüftungsanlagen ineinandergreifen, liegt ein Einsparpotenzial von 10 bis 30 Prozent“, betont Grim-Schlink. „Viele wissen gar nicht, wie viel wirtschaftliches Potenzial in ihren Gebäuden steckt und wie leicht es zu heben ist.“

 

Quick Wins: Fünf konkrete Energiespartipps für jedes Unternehmen

  1. Umstellung der Betriebszeiten der Anlagen auf den wirklichen Bedarf.
  2. Anlagenregelung auf versteckte bzw. unbewusste Mängel und/oder Fehlsteuerungen überprüfen.
  3. Überdenken des eigentlichen Bedarfs: Braucht es bspw. wirklich in Bürogebäuden 23° im Sommer sowie Winter oder könnte man nicht auch mit 26° bzw. 21° leben? Ähnliches gilt für Luftwechselraten oder für Serverräume, die auch bei 25° einwandfrei laufen.
  4. Mitarbeiter:nnen einbinden: Motivieren der Belegschaft energiesparend zu handeln (z.B. Anpassen des Lüftungsverhaltens) bzw. Energiespartipps zu melden.
  5. Investive, passive Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz umsetzen, wo es möglich ist. Das sind beispielsweise das Anbringen einer außenliegenden Verschattung oder die thermische Verbesserung der Gebäudehülle.

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Gemeinsam für mehr Nachhaltigkeit – IG LEBENSZYKLUS BAU und ÖGNI vereinbaren aktive Kooperation zur Förderung von Nachhaltigkeit in der Bau- und Immobilienwirtschaft

Von links: Stephan Heid (IG LEBENSZYKLUS BAU), Peter Engert (ÖGNI) und Wolfgang Kradischnig (IG LEBENSZYKLUS BAU) nach der Vertragsunterzeichnung am 5. Juli 2022. (c) Leo Hagen

 

Bisherige Arbeitsergebnisse beider Verbände sollen dabei noch stärker von der Kommunikations- auf die Umsetzungsebene gebracht und Investor*innen durch ÖGNI und IG LEBENSZYKLUS BAU direkt beraten werden.

Gestartet wird mit dem für die Branche so wichtigen Thema „EU-Taxonomie“. Eine gemeinsame Veranstaltung ist hier für den kommenden Herbst geplant.

 

Gemeinsames Sprachrohr für mehr Nachhaltigkeit

 

Seit rund 10 Jahren verstehen sich ÖGNI und IG LEBENSZYKLUS BAU als treibende Kräfte der nachhaltigen Bau- und Immobilienwirtschaft in Österreich. Diese Kräfte zu bündeln, macht insbesondere vor dem Hintergrund der zahlreichen aktuellen Herausforderungen rund um Klimawandel und Ressourcenverknappung und der damit einhergehenden verstärkten Notwendigkeit für Auftraggeber wie Auftragnehmer, nachhaltiger zu agieren, Sinn.

 

„Nicht nur die EU Taxonomie, mit der wir in unserer Kooperation starten, sondern auch Urban Mining oder Klimaneutrale Gebäude sind Themen, die ein gemeinsames Vorgehen unserer Verbände brauchen“, betont Wolfgang Kradischnig, Sprecher der IG Lebenszyklus Bau und Mitinitiator der Kooperation.

 

„Ich halte es für eine absolute Notwendigkeit, dass zwei so breit aufgestellte und seit vielen Jahren erfolgreiche Verbände bei den wichtigen Themen der Branche zusammenarbeiten. Bei ÖGNI und IG Lebenszyklus Bau macht dies insbesondere deshalb Sinn, da sich die Verbände in ihrer Arbeit optimal ergänzen,“ ist Peter Engert, ÖGNI-Geschäftsführer, überzeugt.

 

„Leuchtturmprojekt“ EU Taxonomie

 

Als erstes „Leuchtturmprojekt“ wurde das Thema „EU-Taxonomie“ definiert. Hier ergibt sich eine besondere Dringlichkeit, da, basierend auf den von den ÖGNI-Auditoren durchgeführten Überprüfungen, ca. 95% der Gebäude in Europa die Kriterien der EU-Taxonomie nicht erfüllen (Es braucht daher in diesem Bereich verstärkt Information und Beratung hinsichtlich einer taxonomiekonformen Errichtung und Sanierung von Bauwerken). Während bei Neubauprojekten die Vorgaben der Taxonomie in Österreich größtenteils bereits erfüllt sind, ergibt sich für den Bestand eine stark steigende Nachfrage hinsichtlich taxonomiekonformer Sanierung von Bauwerken.  


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Bau- und Immobilienwirtschaft im Umbruch | SOCIAL IMPACT

Die Bau- und Immobilienwirtschaft steht vor gewaltigen Herausforderungen. Klimawandel, Ressourcenverknappung – verschärft durch den Krieg in der Ukraine – und akute soziale Fragen wirken sich auf alle Bereiche im Gebäudelebenszyklus aus. Veränderte regulatorische Anforderungen aus dem European Green Deal wie EU Taxonomie und ESG, der Umgang mit preislich und zeitlich volatilen Märkten, Lieferkettenbrüche oder obsolete Vertragsmodelle sind die zentralen Herausforderungen, denen sich die Bau- und Immobilienwirtschaft stellen muss.

 

Die IG LEBENSZYKLUS BAU arbeitet mit Hochdruck an Lösungsansätzen für diese Kernfragen und zeigte im Rahmen der 2. Mitglieder- und Interessentenveranstaltung am 21. Juni im Dialog mit Expert*innen, wie resiliente Lösungen rund um das Thema „Social Impact“ (Neue Modelle der Zusammenarbeit & vertragliche Adaptierungen) konkret aussehen können. Elmar Hagmann (Sedlak Bauunternehmen)  informierte über die aktuellen Herausforderungen im Unternehmen und diskutierte mit Markus P. Beham (Universität Passau) Resilienzstrategien und Lösungsansätze aus den Arbeitsergebnissen der Arbeitsgruppen.

 

2. Mitglieder- und Interessentenveranstaltung / Generalversammlung nachschauen

 

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Bau- und Immobilienwirtschaft im Umbruch | VERKNAPPUNG

Die Bau- und Immobilienwirtschaft steht vor gewaltigen Herausforderungen. Klimawandel, Ressourcenverknappung – verschärft durch den Krieg in der Ukraine – und akute soziale Fragen wirken sich auf alle Bereiche im Gebäudelebenszyklus aus. Veränderte regulatorische Anforderungen aus dem European Green Deal wie EU Taxonomie und ESG, der Umgang mit preislich und zeitlich volatilen Märkten, Lieferkettenbrüche oder obsolete Vertragsmodelle sind die zentralen Herausforderungen, denen sich die Bau- und Immobilienwirtschaft stellen muss.

 

Die IG LEBENSZYKLUS BAU arbeitet mit Hochdruck an Lösungsansätzen für diese Kernfragen und zeigte im Rahmen der 2. Mitglieder- und Interessentenveranstaltung am 21. Juni im Dialog mit Expert*innen, wie resiliente Lösungen rund um das Thema „Ressourcenverknappung“ (Lieferkettenbrüche, Umgang mit volatilen Märkten) konkret aussehen können. Hermann Urschitz (GETEC) informierte über die aktuellen Herausforderungen im Unternehmen und diskutierte mit Stefan Rufera (KPMG) Resilienzstrategien und Lösungsansätze aus den Arbeitsergebnissen der Arbeitsgruppen.

 

2. Mitglieder- und Interessentenveranstaltung / Generalversammlung nachschauen

 

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Bau- und Immobilienwirtschaft im Umbruch | KLIMAWANDEL

Die Bau- und Immobilienwirtschaft steht vor gewaltigen Herausforderungen. Klimawandel, Ressourcenverknappung – verschärft durch den Krieg in der Ukraine – und akute soziale Fragen wirken sich auf alle Bereiche im Gebäudelebenszyklus aus. Veränderte regulatorische Anforderungen aus dem European Green Deal wie EU Taxonomie und ESG, der Umgang mit preislich und zeitlich volatilen Märkten, Lieferkettenbrüche oder obsolete Vertragsmodelle sind die zentralen Herausforderungen, denen sich die Bau- und Immobilienwirtschaft stellen muss.

 

Die IG LEBENSZYKLUS BAU arbeitet mit Hochdruck an Lösungsansätzen für diese Kernfragen und zeigte im Rahmen der 2. Mitglieder- und Interessentenveranstaltung am 21. Juni im Dialog mit Expert*innen, wie resiliente Lösungen rund um das Thema „Klimawandel“ (EU Taxonomie und ESG) konkret aussehen können. Ulrike Gehmacher (IMMOFINANZ AG) informierte über die aktuellen Herausforderungen im Unternehmen und diskutierte mit Klaus Reisinger (iC consulenten ZT GmbH) Resilienzstrategien und Lösungsansätze aus den Arbeitsergebnissen der Arbeitsgruppen.

 

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Solare Eigenversorgung von Gebäuden und Quartieren

Mit dem Ausstieg aus Öl und Gas in der Raumwärme stellt sich die dringende Frage, wie Gebäude und Quartiere vollständig mit erneuerbarer Energie vor Ort versorgt werden können. Anhand verschiedener Beispielen wurde bei unserem KONNEX BAU Onlineforum am 24. Mai gezeigt, wie eine solare Energieversorgung von Gebäuden und Quartieren in der Praxis gelingt. Dabei gaben die Referenten Roger Hackstock (Verband Austria Solar), Robert Larcher (IIG – Innsbrucker Immobiliengesellschaft) und Walter Becke (AEE INTEC) auch Einblicke in langjährige Betriebserfahrung und neue Geschäftsmodelle.

 

 

 

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Krieg in der Ukraine: Auswirkungen auf und Empfehlungen für die Bau- und Immobilienwirtschaft

 

Die Bauwirtschaft erlitt zunächst durch die COVID-19-Pandemie aufgrund von Ausgangsbeschränkungen einen kurzen Einschnitt, zeigte sich aber in der Folge als Konjunkturmotor. Seit einiger Zeit jedoch hat die Bauwirtschaft aufgrund von COVID-19 und dem Ukraine-Krieg samt den Sanktionen gegen Russland mit erheblichen Preissteigerungen, Lieferengpässen und Materialknappheit bei Rohstoffen und Baumaterialien zu kämpfen. Diese Turbulenzen treffen sowohl Auftraggeber als auch Auftragnehmer und führen mangels eindeutiger gesetzlicher bzw vertraglicher Regelungen zu einer erheblichen Rechtsunsicherheit.

 

RA Mag. Severin Plattner legte im Rahmen KONNEX BAU Onlineforums am 10. Mai 2022 dar, wie mit dieser Problematik richtig umgegangen werden kann und sowohl Auftraggeber als auch Auftragnehmer rechtssichere Lösungen finden können, um das gemeinsame Ziel, nämlich die Fertigstellung des jeweiligen Bauvorhabens, zu erreichen. Unter anderem ordnete Severin Plattner COVID-19 und die Ukraine-Krieg rechtlich ein, legte dar welche unterschiedlichen Arten von Bauverträgen regelmäßig zur Anwendung gelangen, erläuterte die je nach Vertragstyp unterschiedliche Sphärenzuteilung und ging auf mögliche faire Lösungen ein.

 

Severin Plattner ist Experte für Corporate, Immobilienprojekte und Baurecht bei Heid & Partner Rechtsanwälte. Er berät Mandanten bei nationalen und internationalen Angelegenheiten, ist Autor von Fachbeiträgen auf dem Gebiet des Wirtschaftsrechts und hält Vorträge auf dem Gebiet des Immobilienrechts sowie des Kartellrechts.

 

 

 

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Mehr Bewusstsein für die Finanzierung von Bauprojekten

Hans-Peter Baumgartner, HYPO NOE Leasing GmbH
Hans-Peter Baumgartner, HYPO NOE Leasing GmbH

Wir freuen uns die HYPO NOE Leasing GmbH seit 2022 als Mitgliedsunternehmen der IG LEBENSZYKLUS BAU begrüßen zu dürfen. Die HYPO NOE Leasing ist mit einer Bilanzsumme von rd. EUR 2,7 Mrd. Marktführer beim Immobilienleasing für die öffentliche Hand. Die HYPO NOE Leasing ist Kompetenzführer und hat langjährige Erfahrung bei „Maastricht-schonenden“ Finanzierungsstrukturen mit Ländern und dem Bund. Die HYPO NOE Leasing ist als Produktspezialist speziell für großvolumiges Projektgeschäft ausgerichtet und im Rahmen der Produktspezialisierung ein verlässlicher Partner Baufirmen und für Unternehmen aus dem Facility Management. Im Rahmen der PPP-Modelle erfolgt die Umsetzung entsprechend dem Lebenszyklus-Ansatz.

 

Vorstellung der HYPO NOE Leasing GmbH durch Hans-Peter Baumgartner

 

Was erwarten Sie von der Mitgliedschaft bei der IG Lebenszyklus Bau?

Die HYPO NOE Leasing ist eine 100 Prozent Tochter der HYPO NOE Landesbank Niederösterreich und Wien AG. Der Schwerpunkt unseres Geschäftsfeldes ist die Finanzierung und soziale Infrastruktur. Hier insbesondere von Krankenhäusern, Pflegeheimen als auch im Bildungsbereich, wie zum Beispiel das Institute of Science and Technology Austria, in Maria Gugging oder auch die Donau Universität in Krems. Wir erwarten uns durch den Beitritt in die IG LEBENSZYKLUS BAU insbesondere einen interessanten Austausch über aktuelle Entwicklungen im Bau- und Immobiliensektor.

 

Welche Aspekte und Erfahrungen möchten Sie in unser Netzwerk miteinbringen?

Unser Beitrag zur IG LEBENSZYKLUS BAU soll vor allem jener sein, dass wir mehr Bewusstsein für die Anforderungen für uns als Kreditgeber bei der Finanzierung von Bauprojekten schaffen. Insbesondere wird das Thema Nachhaltigkeit von Objekten ein immer wichtigeres Kriterium für die Finanzierbarkeit sein.

 

 

Lebenszyklus im Blick: Hans-Peter Baumgartner, HYPO NOE Leasing GmbH

Im Rahmen der Serie "Lebenszyklus im Blick" melden sich die Mitglieder der IG Lebenszyklus Bau regelmässig zu aktuellen Themen rund ums Planen, Bauen, Betreiben und Finanzieren von Bauprojekten zu Wort.

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Ein Lichtblick für das Klima: Einsparpotenzial durch effiziente Beleuchtung

 

Wenn Österreich einen umfassenden Erneuerungswandel bei der Gebäudebeleuchtung zu energieeffizienter, gesteuerter LED Technologie vollzieht, ergibt sich ein signifikanter Betrag an Stromersparnis. Wie sich diese Zahlen darstellen, welche Voraussetzungen und welche Maßnahmen es braucht, erfuhren die Teilnehmer*innen des KONNEX BAU Onlineforum am 5. April. 

 

Thomas Hellweg und Harald Dirnberger (XAL GmbH) präsentierten die Ergebnisse der Sparte Licht des Fachverbands der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI). Begleitet wurde die Ausarbeitung von der Fachhochschule Technikum Wien.

 

 

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Krieg in der Ukraine verlangt Besinnung auf lebenszyklisches Bauen und Branchensolidarität

IG LEBENSZYKLUS BAU schlägt konkrete Maßnahmen und einen nationalen Schulterschluss der Bau- und Immobilienbranche vor // Rückenwind für lebenszyklisches Denken

 

„Eine auf Nachhaltigkeit und Klimaneutralität basierende Raum- und Gebäudeentwicklung und eine partnerschaftliche Projektkultur sind so akut und dringend erforderlich wie noch nie“, betont Wolfgang Kradischnig, Sprecher der IG LEBENSZYKLUS BAU. Denn Bauverzögerungen und Baustopps sind vor dem Hintergrund von Preissprüngen und Lieferengpässen bereits jetzt zu beobachten und werden in naher Zukunft das tägliche Geschäft beherrschen. Mit einem von der IG LEBENSZYKLUS BAU vorgeschlagenen Maßnahmenmix soll ein nationaler und partnerschaftlicher Schulterschluss der Bau- und Immobilienbranche zur Bewältigung der bereits eintretenden und kurz bevorstehenden politischen und wirtschaftlichen Veränderungen erreicht werden.

 

Drohende Kurzarbeit und Insolvenzen trotz hoher Auftragsbücher

 

Stephan Heid, stellvertretender Sprecher der IG LEBENSZYKLUS BAU, zufolge sind die Auftragsbücher eigentlich voll. Dennoch drohen Kurzarbeit und Insolvenzen. Eine Herausforderung, der man laut Heid nur kollektiv begegnen könne: „In den nächsten Wochen und Monaten ist die Solidarität zwischen Auftraggeber*innen und Auftragnehmer*innen gefragt. Wir suchen daher bereits das Gespräch mit Vertreter*innen der führenden Bau- und Immobilienunternehmen, führenden privaten und öffentlichen Auftraggeber*innen und Auftragnehmer*innen der Branche.“

 

Maßnahmen-Mix für einen nationalen Schulterschluss der Branche

 

„Wer nachhaltig bauen und betreiben will, muss bei der Organisation und den Prozessen beginnen sowie sämtliche Beteiligten frühzeitig einbinden“ – nach diesem Motto arbeiten bei der IG LEBENSZYKLUS BAU rund 80 Mitgliedsunternehmen laufend an aktuellen Fragen der Branche. Dementsprechend wurden nun kurz- und mittelfristige konkrete Maßnahmen formuliert, die einen nationalen und partnerschaftlichen Schulterschluss der gesamten Bau- und Immobilienbranche Österreichs ermöglichen sollen:

 

  • Neue Bewertung von wechselseitigen vertraglichen Leistungen: Findung einer tragfähigen Lösung von Auftraggeber*innen- wie von Auftragnehmer*innenseite
  • Angemessene Vorhaltekosten bei Bauunterbrechungen
  • Einräumen von alternativen Bau- und Bauproduktlösungen
  • Temporäres Aussetzen von vertraglich festgelegten Bauzeiten und Forcierungsmaßnahmen
  • Sofortiger Stopp der Umwidmungen von Agrar- in Bauflächen
  • Erarbeitung von Beschäftigungsgarantien für die Arbeitnehmer*innen der Bau- und Immobilienbranche für die kommenden Monate
  • Nachdenken über Solidaritätsfonds der Big Player zugunsten der KMU-Zulieferer und Subunternehmen, um deren wirtschaftlichen Kollaps zu verhindern

 

Das Arbeitsprogramm 2022 der IG LEBENSZYKLUS BAU soll wie gehabt Branchenmitglieder sowie Vertreter*innen privater und öffentlicher Bauherren dabei unterstützen, ihre Raum- und Gebäudeentwicklung lebenszyklusorientiert und prozessoptimiert zu gestalten. Wolfgang Kradischnig: „Die aktuelle Situation hat Auswirkungen auf viele unserer Themen. Gleichzeitig sind wir überzeugt davon, für viele aktuelle Herausforderungen Lösungsansätze bieten zu können“. So beschäftigen sich zahlreiche Mitgliedsunternehmen etwa mit der zügigen Umstellung von Gas auf erneuerbare Energieträger, staatliche Förderungen sowie Bestandssanierungen zur Ressourcenschonung und CO2-Einsparung.

 


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EU-Taxonomie für nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten

Ein Ziel des Europäischen Green Deals ist es, private Investitionen für den Übergang zur Klimaneutralität zu mobilisieren. Im Rahmen des Aktionsplans zur Finanzierung von nachhaltigem Wachstum wurde die EU-Taxonomie aufgesetzt, die eine europaweit einheitliche Definition von „grünen“ Investitionen festlegt. (Quelle: Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie)

 

Wer einen Überblick über die aktuellen Regelungen der EU-Taxonomie bekommen möchte, findet auf der Seite der Europäischen Kommission kompakte Informationen zu den zentralen Fragen rund um die Verordnung: 

 

Zur Seite „EU taxonomy for sustainable activities“ 

 

 


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Projektkultur als Erfolgsfaktor. Zufall oder planbar?

Die Projektkultur stellt einen wesentlichen Faktor für den Erfolg eines Projektes dar. Der präventive Weg hin zu einer erfolgreichen Projektkultur sowie eine professionelle Methodik sind die Grundlagen dafür. Conny Exß hat am 2. März mit drei weiteren Baumediator*innen den Begleit-Prozess, die Erfolgsparameter und deren Anwendung anhand von erfolgreichen Praxis-Beispielen präsentiert. Typische Fallen wurden aufgezeigt und die möglichen Lösungswege erläutert. Den Teilnehmer*innen diskutierten intensiv Möglichkeiten und Fragen zu aktuellen Problemstellungen aus der Praxis .

 

 

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Die erfolgreiche Zusammenarbeit in Projekten mit BIM

Die Baubranche befindet sich in einem Transformationsprozess. BIM (Building Information Modeling) ist zum Synonym für die Digitalisierung des Bauprozesses geworden und bildet den Rahmen für digitale Arbeitsabläufe. Doch die Anwendung digitaler Tools beschreibt nicht nur technische Aspekte, sondern geht Hand in Hand mit einer neuen Art der Zusammenarbeit.

 

Bei unserem KONNEX BAU am 15. Februar stellte Steffen Robbi (Digital Findet Stadt) gemeinsam mit Christian Reiter (STRABAG) und Karina Breitwieser (TU Wien)  „Die erfolgreiche Zusammenarbeit bei Projekten mit BIM“ vor. BIM braucht Kooperation und eine Abstimmung aller Projektbeteiligten. Gelingt die Zusammenarbeit, so ermöglich die Anwendung digitaler Tools einen umfassenden, gemeinsamen Informationsaufbau, die Durchgängigkeit und zentrale Zugänglichkeit dieser Informationen sowie vernetzte Abläufe. Allerdings benötigt es dazu bestimmte Spielregeln, an die sich alle Projektbeteiligten halten, professionelles Informationsmanagement und Standards.

 

In der von Digital Findet Stadt geleiteten Projektgruppe „Zusammenarbeit mit BIM“ wurden die strukturellen und technischen Grundlagen erarbeitet. Gemeinsam mit Eigentümern, Planern, Bauunternehmen und Betreibern wurden in Workshops Herausforderungen für die Projektkultur und Thesen der Zusammenarbeit formuliert. Die Ergebnisse wurden im Onlineforum vorgestellt und diskutiert.

 

Den Leitfaden mit ersten Ergebnissen finden Sie hier: 

 

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Position beziehen zur Nachhaltigkeit

Innerhalb unseres KONNEX BAU Onlineforums am 18. Jänner 2022 haben wir mit Christian Ehrenreich (remco real estate management & collaboration gmbh) den Themenkreis „Position beziehen: So funktionieren leistbare und nachhaltige Projekte in der Praxis“ beleuchtet und den Blick auf drei konkrete Praxisbeispiele geworfen. Diese durchaus repräsentativen Projekte zeigen, dass ein hohes Maß an Nachhaltigkeitsorientierung dann leistbaren Raum ermöglicht, wenn neue, kollaborative und innovative Wege gegangen werden.

 

Gratulation den Bauträgern zu ihren Projekten:

  • Wohnbauprojekt Wientalterrassen: Wohnbauvereinigung für Privatangestellte
  • Kupetzkygasse 43 / Röbbelinggasse 20: TmitD Bauträger GmbH
  • Sanierung und Verdichtung der Wohnhausanlage in der Friedrich-Inhauser Straße in Salzburg: Heimat Österreich gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsgesellschaft m.b.H.

 

 

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Unsere Arbeitsgruppen 2022 – Klimawandel, Verknappung und Social Impact

 

Im kommenden Jahr erwartet Sie ein umfangreiches Arbeitsprogramm: In 9 Arbeitsgruppen werden aktuelle Themen rund um Klimawandel, Verknappung und Social Impact intensiv bearbeitet.  In diesen Arbeitsgruppen entwickeln wir Lösungen für gesellschaftliche und ökonomisch-ökologische Herausforderungen, verbreiten unsere Expertise und bilden starke Netzwerke. Als Ideenmotor der Bau- und Immobilienwirtschaft schaffen wir Innovationen für eine gerechte und zukunftsfähige Gesellschaft von morgen.

 

2022_Grafik_Wechselwirkung_AGs

(c) Choat – stock.adobe.com

CO2-Emissionen durch Mobilität auf der Baustelle

 

  • Quantifizierung der CO2-Emissionen
  • Entwicklung von Berechnungsmethoden
  • Vergleiche von Standorten

 

AG-Leitung: Klaus Reisinger, iC consulenten

(c) petrmalinak/Shutterstock.com

Klimaneutralität & Kreislaufwirtschaft im Bauwesen

 

  • Kreislauffähige und digitale Planung
  • Anwendung kreislauffähiger Bauprodukte
  • Potenziale, Best Practices und Use Cases

 

AG-Leitung: Anna-Vera Deinhammer, Stadt Wien | Gerhard Kopeinig, ARCH+MORE ZT GmbH

(c) onephoto – stock.adobe.com

EU Taxonomy: Auswirkungen auf die Bau- und Immobilienwirtschaft II

 

  • Analyse der beiden neu veröffentlichen Umweltziele
  • Geforderte Angaben und benötigte Datengrundlagen
  • Identifikation nationaler Baselines

 

AG-Leitung: Stefan Rufera, KPMG Austria | Christian Plas, denkstatt

(c) fran_kie/Shutterstock.com

Umsetzungsmodelle für nachhaltige Sanierungen

 

  • Maßnahmen für Energieeffizienz
  • Erarbeitung von Problemlagen, weshalb es nicht zu thermisch-energietechnischen Sanierungen kommt
  • Lösungsmodelle für die unterschiedlichen Problemlagen

 

AG-Leitung: Margot Grim-Schlink, e7

www.pixabay.com

AG Reflexionsstrahlung (Albedo Effekt) im Gebäudesektor

 

  • Reflexionsvermögen von Gebäuden
  • Klimatische und umwelttechnische Konsequenzen

 

AG-Leitung: Susanne Formanek, GRÜNSTATTGRAU

 

 

(c) Babaroga/Shutterstock.com

Zukunftsfähige Raumordnung und Quartiersentwicklung

 

  • Bodenverbrauch und fortschreitende Zersiedelung
  • Leerstandsaktivierung im urbanen und suburbanen Raum
  • Multifunktionale Quartiere

 

AG-Leitung: Dominik Philipp, Dietrich | Untertrifaller | Christoph Müller-Thiede, M.O.O.CON

(c) Parradee – stock.adobe.com

Nachhaltigkeitsrecht: Lieferkettengesetz in der Praxis

 

  • Europäisches Lieferkettengesetz
  • Menschenrechtliche und umweltbezogene Sorgfaltspflichten entlang von Lieferketten
  • Erarbeitung konkreter Handlungsanleitungen und Vertragsklauseln

 

AG-Leitung: Markus P. Beham, Universität Passau | Stephan Heid, Heid und Partner Rechtsanwälte

Foto erstellt von wirestock – www.freepik.com

Unternehmens-Compliance

 

  • Analyse neuer Gesetzesvorgaben und Compliance-Anforderungen an Unternehmen
  • Anforderungen an ein Compliance-Management-System
  • Nachhaltigkeit, Lohn und -Sozial-Dumping, Schwarzarbeit und Preisabsprachen / Wettbewerbsverzerrung

 

AG-Leitung: Berthold Hofbauer | Heid und Partner Rechtsanwälte

Foto erstellt von DCStudio – de.freepik.com

Prozessmodell für hybrides und modulares Bauen

 

  • Praxisrelevanz von hybriden und modularen Bauweisen
  • Industrielle Vorfertigung von Bauteilen, Bauelementen und ganzen Raumzellen
  • Planungsablauf, Abwicklungsmodelle und Anwendungsfälle

 

AG-Leitung: Wolfgang Kradischnig, DELTA | Lukas Kral, Dietrich | Untertrifaller

Um sich für diese Arbeitsgruppe anzumelden, wenden Sie sich bitte an: office@ig-lebenszyklus.at

Wenn Sie Interesse haben, Mitglied der IG Lebenszyklus Bau zu werden und von einem exklusiven Netzwerk zu profitieren, fordern Sie bitte das Antragsformular an und senden es ausgefüllt an unsere Geschäftsstelle zurück:

> Mitglied werden


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Kongress on demand: Margot Grim-Schlink „Neue Leistungsmodelle für die Gebäudetechnikplanung“

 

Zukunftsfähige Haustechnikkonzepte sind jene, die vorhandene erneuerbare Energieressourcen verwenden, verständlich im Betrieb und wirtschaftlich sind. Dazu braucht es Leistungen in der Planung, die derzeit noch nicht selbstverständlich sind. In der Arbeitsgruppe „Neue Leistungsmodelle für die Gebäudetechnikplanung“ unter der Leitung von Margot Grim-Schlink (e7) wurden fünf detailliert ausgearbeitete Handlungsempfehlungen (Kundenanforderungen, innovative Planungsleistungen (Machbarkeitsstudie/ Varianten-untersuchung, bedarfsgerechte Auslegung, verschiedene Simulationsmethoden, Lebenszykluskostenanalyse) Planungsgrundlagen, Betriebs- und Regelungsstrategien, Qualitätssicherung) beschrieben, die zu einer bedarfsorientierten und ressourcenoptimierten Gebäudetechnik führen.

 

Hier können Sie den Leitfaden „Bedarfsorientierte Gebäudetechnik für zukunftsfähige Gebäude“ herunterladen: 

 

Leitfaden herunterladen

 

 

Den vollständigen Vortrag „Neue Leistungsmodelle für die Gebäudetechnikplanung“ sehen Sie hier:

 


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Fünf Handlungsempfehlungen für eine zukunftsfähige Gebäudetechnik

 

Gleich fünf Leitfäden und Handlungsempfehlungen für eine zukunftsfähige und bedarfsorientierte Gebäudetechnik erarbeitete die Arbeitsgruppe „Neue Leistungsmodelle für die Gebäudetechnikplanung“ um die Projektleiterinnen Margot Grim-Schlink und Anita Preisler (e7 energy innovation & engineering) 2021.

 

Worum geht es hier genau? Um die Energiewende zu meistern, werden im Bereich der Gebäudetechnikplanung Haustechnikkonzepte benötigt, die bereits existierende erneuerbare Energieressourcen verwenden und trotzdem wirtschaftlich sind. Aufgrund der gängigen Projektentwicklungs- und Planungspraxis kommen jedoch oft jene Berechnungen und Untersuchungen, und vor allem Diskussionen, zu kurz, die alle Möglichkeiten sowie das Pro und Contra einer bedarfsorientierten und ressourcenoptimierten Gebäudetechnik aufzeigen und gegenüberstellen. Das führt in der Regel dazu, dass Gebäudetechnik oft entweder wenig innovativ (wenig Beitrag zur Energiewende), oder, wenn innovativ, dann sehr komplex (problematisch im Betrieb) oder stark überdimensioniert (teuer und anfällig im Betrieb) ist.

 

Zukunftsfähige Gebäude brauchen aber eine Gebäudetechnik, die passend für das Gebäude und die Nutzung ist und alle lokalen, erneuerbaren Energieträger bestmöglich und ressourcenoptimiert nutzt. Des weiteren muss die Gebäudetechnik verständlich und robust für die Betriebsführung sein, so dass Störungen und Schäden leicht reparierbar sind. Sie muss also bedarfsorientiert, wirtschaftlich konkurrenzfähig und von der Planung bis in den Betrieb überprüfbar sein.

 

Die fünf Handlungsempfehlungen

 

Um dies zu erreichen, entwickelte die Arbeitsgruppe fünf Handlungsempfehlungen, die folgende Leistungen beschreiben:

 

  1. Kundenanforderungen

Handlungsempfehlung 01 ist ein detaillierter Katalog, welche Kundenanforderung an das künftige Gebäude gestellt werden. Diese Kundenanforderungen müssen vor Planungsbeginn erarbeitet werden. Nur auf Basis einer klaren Definition der Kundenanforderungen kann ein gemeinsames Verständnis für das Ziel und eine bedarfsorientierte Planung erfolgen.

 

  1. Innovative Leistungen

In dieser Handlungsempfehlung werden Methoden verschiedener innovativer Leistungen detailliert beschrieben. Insbesondere diese Leistungen ermöglichen Entscheidungen, die nicht nur auf Investitionskosten beruhen, sondern auch auf langfristiger Wirtschaftlichkeit, Ökologie, Komfort und kreislaufoptimiertem Handeln. Handlungsempfehlung 02 bietet eine Hilfestellung für Auftraggeber*nnen bei der Beauftragung und Abnahme dieser Leistungen.

 

  1. Planungsgrundlagen

In dieser Handlungsempfehlung werden alle festgesetzten Parameter nach der ersten Systementscheidung für die detaillierte Planung festgehalten. Dadurch können alle Rahmenbedingungen transparent zwischen Auftraggeber*in und Planer*in nochmals abgestimmt werden. Nachfolgende, oder weitere Planer*innen und ausführende Unternehmen wissen durch diese Planungsgrundlagen genau, auf welchen Vorarbeiten und Ergebnissen sie aufbauen müssen.

 

  1. Betriebs- und Regelstrategien

Eine gut geplante und gebaute Gebäudetechnik ist nur die halbe Miete. Sie muss auch gut betrieben werden. Dazu sind eine genaue Dokumentation und Beschreibung des gewünschten Betriebs notwendig. Damit kann zu jedem Zeitpunkt überprüft werden, ob die Systeme das tun, was sie tun sollen.

 

  1. Qualitätssicherung

Durch einen guten Qualitätssicherungsprozess während des gesamten Entwicklungs- und Planungsphase sowie im Betrieb kann sichergestellt werden, dass die angestrebten Kundenanforderungen auch erfüllt werden. Dabei sollte dieser frühzeitig beginnen, um mögliche Abweichungen rasch zu erkennen und ggf. schnell eingreifen zu können. Die teilautomatisierte Überprüfbarkeit von Soll-/Ist Parametern ist eine neue Leistung, welche einen nennenswerten Beitrag zum effizienten Gebäudebetrieb leisten kann.

 

Hier können Sie die Leitfäden zu den fünf Handlungsempfehlungen herunterladen: 

 


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Kongress on demand: Stephan Heid & Markus P. Beham „Nachhaltigkeitsrecht – Initiative gegen Greenwashing“

 

Die von Vorstandsmitglied Dr. Stephan Heid (Heid & Partner Rechtsanwälte) initiierte und zusammen mit Dr. Markus Beham (Universität Passau) im Rahmen einer Arbeitsgruppe erstellte „Charta gegen Greenwashing“ stellt sich der aktuellen „Mode“ entgegen, Geschäftsmodelle zu „begrünen“ und dabei Konsument*innen mittels Marketing-Kampagnen zu täuschen, entgegen. Die Charta enthält zehn Prinzipien, die eine rasche Ersteinschätzung der „realen Nachhaltigkeit“ eines Geschäftsmodells ermöglichen. Um der gesellschaftlichen Verantwortung gegenüber zukünftigen Generationen gerecht zu werden, stellen die Initiatoren das Gemeinwohl in den Zielfokus und nicht die PR-getriebene Optimierung der eigenen Marktposition.

 

Hier können Sie den Leitfaden „Nachhaltigkeitsrecht – Initiative gegen Greenwashing“ herunterladen: 

 

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Den vollständigen Vortrag „Nachhaltigkeitsrecht – Initiative gegen Greenwashing“ sehen Sie hier:

 


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Kongress on demand: Dominik Philipp & Christoph Müller-Thiede „Das Quartier der Zukunft“

 

Christoph Müller-Thiede (M.O.O.CON) und Dominik Philipp (Dietrich | Untertrifaller architekten) entwickeln in ihrem Leitfaden „Das Quartier der Zukunft: So leben wir 2035“ ein höchst realistisches Zukunftsszenario, wie Menschen in knapp 15 Jahren in Städten klimaneutral wohnen, arbeiten und ihre Freizeit verbringen und wie dabei Gebäude und Quartiere strukturiert sein werden. Dabei wird der Fokus nicht auf die Optimierung einzelner Elemente wie z.B. Gebäude, Autos, etc. gelegt, sondern eine Betrachtung von ganzen Systemen forciert, die sich aus der Nutzung von Raum- und Infrastruktur durch uns Menschen ableiteten. Nur so können auch die Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Elementen betrachtet und eine nachhaltige Wirkung sichergestellt werden.

 

Hier können Sie den Leitfaden „Das Quartier der Zukunft: So leben wir 2035“ herunterladen: 

 

Leitfaden herunterladen

 

 

Den vollständigen Vortrag „Das Quartier der Zukunft: So leben wir 2035“ sehen Sie hier:

 


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Kongress on demand: Christoph M. Achammer „Manifest gegen die Verknappung von Raum“

 

Neue Autobahnen, neue Gebäude, neue Industrieanlagen: In Österreich wird viel gebaut. Österreich ist aufgrund seiner Topografie aber in einer besonders sensiblen Position in Bezug auf den Umgang mit Grund und Boden. Nur 37,3 Prozent seiner Gesamtfläche von 83.882 Quadratkilometern sind als Dauersiedlungsraum geeignet. Bis 2020 wurden davon 7 Prozent bzw. 5.768 Quadratkilometer verbraucht und davon rund 42 Prozent bzw. rund 2.422 Quadratkilometer versiegelt. Ein großer Teil davon wird betoniert, asphaltiert, gepflastert oder bebaut. (Quelle: Bodenverbrauchsbericht Umweltbundesamt 2021)

 

Bodenversiegelung bedeutet konkret: Der Boden wird in einer Art und Weise befestigt, dass kein oder kaum noch Wasser im Boden versickern kann und kaum Gasaustausch zwischen Boden und Luft mehr stattfinden kann. Das gilt für die Flächen, auf denen Gebäude stehen, aber auch für freiliegende Flächen, die von einer Beton- oder Asphaltschicht bedeckt sind. Im Schnitt wurden in den letzten 10 Jahren täglich 187.000 Quadratmeter versiegelt. 2020 noch immer 107.000 Quadratmeter an 365 Tagen im Jahr (Quelle: Bodenverbrauchsbericht Umweltbundesamt 2021).

 

Wird Boden „versiegelt“, also mit einer wasserundurchlässigen Schicht abgedeckt, kann er wichtige Funktionen nicht mehr erfüllen. Das erhöht die Hochwassergefahr vor allem in Kombination mit den sich aufgrund des Klimawandels häufenden Extremwetterlagen. In Städten ist der versiegelte Boden „Garant“ für Überhitzung im Sommer. Dieser Entwicklung muss schnellstmöglich und nachhaltig entgegengewirkt werden.

 

Die Arbeitsgruppe „Grund & Boden“ unter der Leitung von Christoph M. Achammer (ATP architekten ingenieure) sowie die IG LEBENSZYKLUS BAU fordern die Übernahme der Verantwortung durch die politischen Entscheidungsträger hinsichtlich der Flächenwidmungs- und Bebauungsplanungen sowie der sofortigen Reform aller in Österreich gültigen Bauordnungen und besonders der veralteten Stellplatzverordnungen.

 

Lesen Sie über den aktuellen Stand der Diskussion in der IG LEBENSZYKLUS BAU und die diskutierten Maßnahmen im Oktober 2021 veröffentlichten Manifest „Grund und Boden“:

 

Manifest herunterladen

 

 

Den aktuellen Vortrag „Manifest gegen die Verknappung von Raum“ von Christoph M. Achammer zum Thema „Grund & Boden“ vom 11. Kongress der IG LEBENSZYKLUS BAU am 21. Oktober 2021 sehen Sie hier:

 


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