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Vorstandswechsel bei IG Lebenszyklus Bau

Wien, 29. Februar 2023 – Stephan Heid, Heid und Partner Rechtsanwälte, Gründungs- und langjähriges Vorstandsmitglied der IG Lebenszyklus Bau, legt seine Vorstandsfunktion zurück, um „der jüngeren weiblichen Generation“ Platz zu machen. An seiner Stelle wurde Magdalena Prem, Heid und Partner Rechtsanwälte, in den Vorstand des Verbands gewählt. Christoph Müller-Thiede, M.O.O.CON, übernimmt als bestehendes Vorstandsmitglied die Rolle des stv. Sprechers des Vorstands. Die Neuaufstellung wurde von den Mitgliedern des Verbands einstimmig angenommen und ist bis zur Neuwahl im Juni 2025 gültig.

 

„Ich bin sehr dankbar, dass ich in den letzten 12 Jahren mit so vielen großartigen Persönlichkeiten aus der Bau- und Immobilienbranche das Nachhaltigkeitsthema vorantreiben konnte. Der intensive Dialog mit den Menschen aus unterschiedlichen Fachgebieten war vom Start weg das richtige Konzept. Wir wollen daher auch weiterhin unsere Stimme in den Verband als Spezialisten im Nachhaltigkeitsrecht einbringen,“ betont Stephan Heid bei seiner Verabschiedung im Rahmen der Generalversammlung der IG Lebenszyklus Bau vergangenen Montag. 

 

Magdalena Prem ist seit Juli 2023 als Rechtsanwältin bei Heid und Partner Rechtsanwälte tätig. Sie studierte Wirtschaftsrecht an der WU Wien, absolvierte 2018 ihr Gerichtspraktikum und war danach als Rechtsanwaltsanwärterin im Vergaberecht tätig. Die Schwerpunkte ihrer Tätigkeit liegen in der Vergabe von Bau- und Planungsleistungen im öffentlichen und privaten Bereich sowie in der Umsetzung von partnerschaftlichen Vertragsmodellen (zB Allianzverträge oder ECI).

 

„Ich freue mich auf die bevorstehenden Aufgaben, den interdisziplinären Austausch und besonders darauf, aktiv an der Entwicklung kooperativer und nachhaltiger Lösungen zur lebenszyklusorientierten Gesamtoptimierung von Gebäuden mitwirken zu dürfen,“ so Magdalena Prem.

 

Vorstandswechsel bei IG Lebenszyklus Bau - Stephan Heid und Magdalena Prem © Leo Hagen / IG Lebenszyklus Bau
Vorstandswechsel bei IG Lebenszyklus Bau – Stephan Heid und Magdalena Prem © Leo Hagen / IG Lebenszyklus Bau

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Kick-Off 2024: Arbeitsgruppen und Trend-Workshops am Start

Gut gelaunt und extrem motiviert diskutierten rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Rahmen der Mitglieder- und Interessentenveranstaltung vergangenen Montag das Jahresprogramm der IG Lebenszyklus Bau. 2024 steht neben aktuellen Arbeitsgruppen die Vermarktung des bisher Erarbeiteten im Mittelpunkt, zudem wird der 2022 erstmals veröffentlichte Trend-Report im Rahmen einer eigenen Workshopreihe auf Herz und Nieren geprüft.

 

Arbeitsgruppen 2024

 

Im kommenden Jahr erwartet Sie ein umfangreiches Arbeitsprogramm: In fünf Arbeitsgruppen wird 2024 rund um die Themen European Sustainability Reporting Standards (ESRS) & Immobilien-KPIs, die nachhaltige Entwicklung von Bestandsquartieren, die Überführung vom Energie- zum Gebäudeausweis, künstliche Intelligenz und Unternehmens-Compliance gearbeitet.

 

ZU DEN ARBEITSGRUPPEN 2024

 

Wenn Sie sich für die Teilnahme an der Vermarktung vergangener Arbeitsergebnisse interessieren, wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle unter office@ig-lebenszyklus.at.

 

Workshopreihe zum Trend-Report

 

2022 veröffentlichte die IG Lebenszyklus Bau erstmals den Trend-Report der nachhaltigen Bau- und Immobilienwirtschaft“. Von Anfang an als „lebendiger Trend-Report“ konzipiert, werden die Trends 2024 in einer Workshopreihe auf ihre Gültigkeit hin abgeklopft und neu überarbeitet. Pro Trend gibt es einen Workshop, dessen Ergebnis in die Neuerscheinung 2024 einfließt. Die Übersicht zu den Trends und die jeweiligen Termine finden Sie unter unten stehendem Link.

 

ZU DEN TREND-WORKSHOPS

 

Im Rahmen der Veranstaltung wurde zudem eine Veränderung im Vorstand bekannt gegeben: Stephan Heid, Heid und Partner Rechtsanwälte, Gründungs- und langjähriges Vorstandsmitglied des Verbands, legt seine Vorstandsfunktion ab sofort zurück, um, wie er sagt, der „jüngeren weiblichen Generation“ Platz zu machen. „Ich bin sehr dankbar, dass ich in den letzten 12 Jahren mit so vielen großartigen Persönlichkeiten aus der Bau- und Immobilienbranche das Nachhaltigkeitsthema vorantreiben konnte. Der intensive Dialog mit den Menschen aus unterschiedlichen Fachgebieten war vom Start weg das richtige Konzept. Wir wollen daher auch weiterhin unsere Stimme in den Verband als Spezialisten im Nachhaltigkeitsrecht einbringen.“

Der Vorstand nahm den Vorschlag an, Magdalena Prem von Heid und Partner Rechtsanwälte, als Vorstandsmitglied zu kooptieren. Christoph Müller-Thiede von M.O.O.CON übernimmt als bestehendes Vorstandsmitglied die Rolle des stv. Sprechers des Vorstands. Die Neuaufstellung wurde von den Mitgliedern einstimmig angenommen und ist bis zur Neuwahl im Juni 2025 gültig.


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14. Kongress der IG LEBENSZYKLUS BAU 2024 am 11. November in Wien

Save the Date!

 

 

WANN: 11. November 2024, Einlass ab 09.30 Uhr | Beginn um 10.00 Uhr
WO: Wien und Online via Live-Streaming

 

Treffen Sie im Rahmen des 14. Kongresses der IG Lebenszyklus Bau mehr als 200 Entscheider:innen der Bau- und Immobilienbranche und diskutieren Sie gemeinsam mit führenden Expert:innen, Politiker:innen und Praktiker:innen über die zentralen Fragen, Herausforderungen und Lösungsmöglichkeiten für eine nachhaltige und klimaneutrale Zukunft der Bau- und Immobilienbranche.


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KONNEX BAU | „Dachflächennutzung“ am 9. April 2024

KONNEX BAU - Dachflächennutzung
KONNEX BAU – Dachflächennutzung

SAVE THE DATE

WANN: 9. April 2024, 09:00 – 10:30 Uhr

WO: ZOOM-Videokonferenz

 

Anmeldungen werden erbeten an: office@ig-lebenszyklus.at

Der Link zum ZOOM-Meeting wird Ihnen wenige Tage vor der Veranstaltung per Mail zugeschickt.


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Trend-Report 2024 – Be part of the process!

Trend Report: 8 ½ Trends

2022 veröffentlichte die IG Lebenszyklus Bau erstmals den „Trend-Report der nachhaltigen Bau- und Immobilienwirtschaft“. Von Anfang an als „lebendiger Trend-Report“ konzipiert, werden die Trends 2024 in einer eigens konzipierten Workshopreihe auf ihre Gültigkeit hin abgeklopft und neu überarbeitet. Pro Trend gibt es einen Workshop, dessen Ergebnis in die Neuerscheinung 2024 einfließt.

Um sich für einen Trend-Workshop anzumelden, nutzen Sie bitte das folgende Formular: Mitwirkung an den Trends 2024

Trends 2024

 

1 Kein Bauen ohne Klimaverantwortung

In Zukunft wird man Städte und Häuser – egal ob Neubau, Sanierung oder Erweiterung – nicht mehr nur anhand der bisherigen Faktoren Zeit und Geld bemessen und bewerten. Auch Klima- und Umweltaspekte werden auf eine quantifizierbare Grundlage gestellt.

2 Corporate Climate Responsibility

Corporate Climate Responsability – kurz CCR – umfasst unterschiedliche Maßnahmen, um das Klima zu schützen und den eigenen ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. Dazu zählen etwa der Einsatz von nachhaltigen Produkten, Baustoffen und Energiequellen, die Reduktion von Schadstoffen und Emissionen und der Umgang mit physischer und digitaler Mobilität.

3 Vom Me-Project zum We-Project

Aktuelle Krisen beweisen, dass wir die klassischen Prozesskulturen, Leistungsbilder und Vertragsschablonen überdenken und auf dem Fundament von Open Source, Open Knowledge und BIM neue kooperative Geschäfts- und Vertragsmodelle entwickeln müssen. Ganz unter dem Motto: Co-Kreation statt Wettbewerb. Gemeinsam sind wir schneller und schaffen mehr.

4 Künstliche Intelligenz

Ein Megatrend der in vielen Bereichen große Veränderungen mit sich bringen wird, ist das Feld der künstlichen Intelligenz. Das betrifft auch die Bau- und Immobilienwirtschaft, denn Softwaretools nutzen vermehrt KI und Start-ups beschäftigen sich mit dem Support von Kernprozessen der Immo-Wirtschaft. KI entwickelt sich zunehmend zum persönlichen Assistenten.

5 Regionalisierung: Auf die Nähe kommt es an

In Zukunft werden wir uns nicht mehr nur fragen: Wieviel kostet ein Bauteil? Und welche konstruktiven und bauphysikalischen Eigenschaften hat es? Sondern auch: Woher stammt der Baustoff? Wie groß ist der ökologische Fußabdruck? Und welchem heimischen Betrieb kommt meine Investition zugute?

6 Das Viertelstunden-Quartier

Die 15 Minuten sind ein Bekenntnis zu einer ganzheitlichen, ökologischen Stadtplanung und Stadtentwicklung, die dem Auto seine urbane Vormachtstellung nimmt – zugunsten von Luftgüte, Verkehrsberuhigung und sozialer Rückeroberung öffentlicher Räume.

7 Reduktion der Versiegelung

Eine Überbauung in Form von Wohnen, Bürogebäuden und Bildungsinfrastrukturen und Bestands(um)nutzung sind nicht nur Antworten auf Grundstücks- und Baulandknappheit, sondern auch eine Alternative zum inakzeptabel hohen Versiegelungsgrad in Österreich.

Workshoptermin: 09.04.2024, 13:00-16:00 Uhr

8 Purpose Driven Workforce

Mitarbeiter:innen stellen einen der wichtigsten Erfolgsfaktoren jeder Organisation dar. Studien zeigen, dass es für Personalverantwortliche notwendig ist ihr Wertangebot für Mitarbeiter:innen als Reaktion auf den externen Arbeitsmarkt zu ändern. Dementsprechen müssen sich auch die wesentlichen Faktoren, um Talente zu gewinnen, zu entwickeln und zu halten, zwangsläufig anpassen.

8 1/2 Humanökonomie

Humanökonomie hinterfragt unser aktuelles Wirtschaftssystem, fordert eine gesellschaftliche Verhaltensänderung und stellt als Alternative das Konzept der Suffizienz, der Genügsamkeit zur Diskussion. Die Zivilgesellschaft wird langfristig ein integraler Bestandteil unternehmerischen Denkens und Handelns.

 

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Unsere Arbeitsgruppen 2024 – Klimawandel, Verknappung und Social Impact

Im kommenden Jahr erwartet Sie ein umfangreiches Arbeitsprogramm: In fünf Arbeitsgruppen wird 2024 rund um die Themen European Sustainability Reporting Standards (ESRS) & Immobilien-KPIs, die Überführung des Energieausweises in den Gebäudeausweis, Grätzl 2.0, Künstliche Intelligenz und Unternehmens-Compliance sowie an der Fortführung des Trend-Reports gearbeitet.

Um sich für eine der Arbeitsgruppe anzumelden, nutzen Sie bitte das folgende Formular: Mitwirkung an den Arbeitsgruppen 2024

Wenn Sie Interesse haben, Mitglied der IG Lebenszyklus Bau zu werden und von einem exklusiven Netzwerk zu profitieren, fordern Sie bitte das Antragsformular an und senden es ausgefüllt an unsere Geschäftsstelle zurück: > Mitglied werden

© Sebastian Grote
© Sebastian Grote

AG Europäische Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung (ESRS)

 

Leitung: Marina Luggauer (KPMG) & Jakob Sterlich (ClimatePartner)

Ziele der Arbeitsgruppe: Erarbeitung eines Verständnisses für die Anforderungen aus den ESRS für die Berichterstattung von Unternehmen der Bau- und Immobilienwirtschaft

 

AG Grätzl-Upgrade: Bestandsquartier gemeinsam nachhaltig entwickeln

 

Leitung: Margot Grim-Schlink (e7) & Dominik Philipp (Dietrich | Untertrifaller)

Ziele der Arbeitsgruppe: Mutmachen zur Grätzl-Gestaltung: Dekarbonisierung, Identiätsstiftung, Nutzungsprogrammierung, Mehrwertstiftung und Mobilität

AG Kreislaufwirtschaft im Bestand – Reality Check

vom Energieausweis zum Gebäudeausweis

 

Leitung: Verena Macho (FCP) & Gerhard Kopeinig (ARCH + MORE)

Ziele der Arbeitsgruppe: Kreislaufwirtschaft im Bestand auf die reale Machbarkeit zu testen und konkreten Schritte zur Umsetzung definieren

Künstliche Intelligenz © ipopba - stock.adobe.com
© ipopba – stock.adobe.com

AG Künstliche Intelligenz

 

Leitung: Wolfgang Kradischnig (DELTA), Steffen Robbi (Digital Findet Stadt) & Rupert Ledl (Donau-Universität Krems)

Ziele der Arbeitsgruppe: Einführung zu den Grundlagen von KI, Do’s und Dont’s im Umgang, Bedarfsanalyse mit Schwerpunkt Planung und Bauausführung, Entwicklung typischer Anwendungsfälle und eine Marktanalyse

 

Unternehmens-Compliance - Arrow photo created by wirestock - www.freepik.com
Arrow photo created by wirestock – www.freepik.com

AG Unternehmens-Compliance

 

Leitung: Berthold Hofbauer (Heid & Partner Rechtsanwälte)

Ziele der Arbeitsgruppe: Entwicklung praktischer Hilfestellungen im Sinne eines Zertifizierungskompasses für die zentralsten ESG-Zertifizierungen


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Gemeinsame Stellungnahme von IG Lebenszyklus Bau und VZI zur Diskussion um das Konjunkturpaket für die österreichische Baubranche

Anlässlich der laufenden Regierungsverhandlungen und des Vorstoßes der Sozialpartner zum „Eigenheimbonus“ melden sich nun auch die Verbände der IG Lebenszyklus Bau und des Verbands der Ziviltechniker- und Ingenieurbetriebe (VZI) zu Wort. Der Grundtenor: Angesichts des bereits hohen Bodenverbrauchs in Österreich muss der Fokus ganz klar auf Sanierung und Verdichtung liegen. Um dies zu befördern, ist etwa eine finanzielle oder steuerliche Unterstützung des Ankaufs bestehender Eigenheime sinnvoll. Ebenso wesentlich sei es, jene Untersuchungen zu fördern, die eine fachgerechte Entsorgung von Schad- und Störstoffen ermöglichen, um anschließend korrekt und vor allem ungefährdet „weiterbauen zu können“.

 

„Netto-Neuversiegelung gleich Null“
Die Verbände sind sich einig: Das Ziel muss eine „Netto-Neuversiegelung gleich Null“ sein. Um dies zu erreichen, muss auch über intensivere Flächennutzung – zum Beispiel durch eine höhere Bebauungsdichte und lokale Infrastruktur in den Siedlungsschwerpunkten – geredet werden. Auch der Ausgleich von Neu- durch Rückwidmungen ist ein Ansatz. Und natürlich: die Verhaltensänderung der Akteure.

 

„Das Einfamilienhaus ist ein stark emotional besetztes Thema. Die Frage nach der Wohnform wird man daher weniger mit einer Gebäudeform beantworten können. Die Antwort liegt vielmehr in der richtigen Programmierung und Reaktivierung unserer Ortskerne,“ ist Dominik Philipp, IG Lebenszyklus Bau, überzeugt. Verhaltensänderungen müssen durch staatliche Vorgaben und zielgerechte Anreize – etwa Förderungen für neue Wohnformen – forciert werden.

 

Ausbau, Ankauf und Sanierung bestehender Objekte
Förderungen sollten jedoch nicht für den Neubau, sondern zum Beispiel für den Aufkauf und die Sanierung bestehender Objekte ausgeschüttet werden. Dies würde zu einer höheren Sanierungsquote, zu einer Nachverdichtung und zum Erhalt der bestehenden Infrastruktur führen. Damit könne auch sichergestellt werden, dass Schad- und Störstoffe fachgerecht untersucht und dann entsorgt werden – ein wichtiges Thema im zukunftsweisenden Umgang mit Bestandsobjekten. Gerade im Einfamilienhaus-Sektor werden solche Untersuchungen aus finanziellen Gründen oftmals nicht gemacht, was zu gesundheitsgefährdenden Situationen führt.

 

Thomas Hoppe, Präsident des VZI: „Die Umplanung von Einfamilienhäusern auf Zwei- oder Mehrfamilienhäuser ist nicht nur eine Chance der Weiternutzung und der Vermeidung von Bodenversiegelung, sondern ermöglicht auch ein Wohnen der Generationen und eine Wiederbelebung des halburbanen Raums. Es ist eine in mehrerer Hinsicht lohnende Planungsaufgabe für die Zukunft.“

 

Zukunftsweisender Umgang mit Gebäudebestand
Bereits der Erhalt der bestehenden tragenden Struktur bringt die nötigen CO2-Einsparungen, die für die angestrebte Klimaneutralität nötig sind. Das Miteinbeziehen der grauen Energie – des tatsächlichen Ressourcenverbrauchs über den Gebäudelebenszyklus – zeigt, dass eine Verlängerung der Nutzungsdauer und kreislaufgerechte Sanierung des Bestands das Ziel sein muss.

 

„Wichtig ist aus meiner Sicht, uns davon zu lösen, dass das Einfamilienhaus die einzige Möglichkeit zur Erfüllung unserer emotionalen (Wohn)Bedürfnisse wie Geborgenheit, Zugehörigkeit, Freiraum, Grün etc. ist. Vielmehr müssen wir alternative Wohn-Lösungen in den Vordergrund stellen und fördern, die diese Bedürfnisse in umweltverträglicher Form befriedigen,“ ergänzt Wolfgang Kradischnig, IG Lebenszyklus Bau und VZI.

 

Weiterführende Informationen:

 

Stellungnahme des VZI zur Bodenversiegelung: https://www.vzi.at/vereinsnews/stellungnahme-des-vzi-zur-bodenversiegelung/?ref=2&pager=1&newsID=5832

 

Link zum Leitfaden „Netto-Neuversiedelung gleich Null“: https://ig-lebenszyklus.at/wp-content/uploads/2022/11/Raumordnung-und-Infrastrukturentwicklung_WEB.pdf

 

Link zum Leitfaden „Zukunftsweisender Umgang mit Gebäudebestand“: https://ig-lebenszyklus.at/wp-content/uploads/2023/11/Sanierung_WEB.pdf

 

Credit: querbeet

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Vom TREND zur gebauten Wirklichkeit: Die ZeitenWENDE als Chance

 

 

Unter dem Motto „Vom TREND zur gebauten Wirklichkeit: Die ZeitenWENDE als Chance“ fand am 14. November der jährliche Herbstkongress der IG Lebenszyklus Bau statt. Rund 170 Teilnehmer:innen informierten sich dabei zu brandaktuellen Themen rund um nachhaltige Raum- und Gebäudeentwicklung vor dem Hintergrund von Klimawandel, Ressourcenknappheit und neuen sozialen Herausforderungen. Im Mittelpunkt standen dabei sechs Leitfäden zu den Themen Gebäudesanierung, Bodenversiegelung im ländlichen Raum, Greenwashing, Lieferkettengesetz, mehrwertorientierte Dachflächennutzung und Klimarisikobewertung von Gebäuden. Die Leitfäden sind das Ergebnis eines intensiven Arbeitsjahres, an dem mehr als 100 Expert:innen aus rund 60 Unternehmen und Forschungseinrichtungen beteiligt waren. Sie bieten konkrete Analysen und Tools für Bauherren und Branchenvertreter:innen.

 

Alle Leitfäden und der Trend-Report stehen unter folgendem Link zum kostenfreien Download zur Verfügung:

 

Zu den Publikationen 2023

 

„Kühler wird es nicht mehr, aber wir können etwas tun“

 

„Wien wird Athen! Dafür ist es nicht gebaut! Erinnern Sie sich bitte im Jahr 2050 an diesen ‚Rekordsommer‘ zurück, sie werden nicht mehr viel kühlere Sommer erleben. Wir sind am Anfang und nicht am Ende der Erderwärmung.“ Emotional und mit erschreckenden Fakten zu den Auswirkungen des Klimawandels, musikalisch untermalt von Michael Jackson’s Earth Song, eröffnete Vorstandsmitglied Klaus Reisinger, ClimatePartner, den Kongress gemeinsam mit Wolfgang Kradischnig, Sprecher der IG Lebenszyklus Bau, DELTA, der im Anschluss die Verantwortung der Baubranche und jedes Einzelnen hervorhob: „Wir können diese Verantwortung nicht abgeben. Der Hebel der Bau- und Immobilienbranche ist groß und wir haben jetzt – auch, aber nicht nur, getrieben durch neue Gesetze und Rahmenbedingungen auf den Märkten – die einmalige Chance, als Branche richtig viel bewegen zu können und einen maßgeblichen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.“

Mit Bauen die Zukunft anderer positiv gestalten

 

In diese Kerbe schlug auch der Berliner Futurologe Max Thinius, der in seiner Eröffnungskeynote die „lokale, soziale, ökologische und wirtschaftliche Wertschöpfung in neuen multilateralverwebten Strukturen“ in den Fokus rückte. Dabei erweiterte Thinius den bestehenden Denkradius des „Wie kann ich Bauen zukunftsfähig machen?“ um den  gesellschaftlichen Faktor und benannte dabei die für ihn zentrale Fragestellung der Bau- und Immobilienbranche: „Wie kann ich mit Bauen die Zukunft anderer positiv gestalten?“

 

Allianzverträge und ECI als „Teilchenbeschleuniger“

 

Auf nachhaltige Projektentwicklung fokussierte sich Caroline Palfy, Loud4Planet, in ihrer Eingangskeynote und füllte damit das von Thinius formulierte Eingangsstatement mit branchenrelevanten Ausführungen. Dabei erläuterte sie insbesondere die positiven Wirkungen von Allianzverträgen und Early Contractor Involvement (ECI). Mit integrierter Projektabwicklung, BIM und Lean Management könne die Transformation der Bau- und Immobilienwirtschaft vorangetrieben und die aktuellen ökonomischen, ökologischen und politischen Krise(n) als Chance ergriffen werden. „Um die Herausforderungen hinsichtlich ESG in den nächsten Jahren und Jahrzehnten zu meistern, braucht es das größtmögliche  Engagement aller. Technologien und Digitalisierung sind nur die Werkzeuge – die Umsetzung verantwortet die Menschheit weiterhin selbst,“ betonte Palfy.

Neue Bauordnungen und Anreizsysteme als Game Changer

 

Im Rahmen der Paneldiskussionen widmeten sich die Teilnehmer:innen – darunter Gerald Beck (UBM Development), Isabella Stickler (Alpenland), Uwe Breitschopf (Managementservice Linz), Sandra Bauernfeind (Heimat Österreich), Claudia Nutz (nutzeffekt) und Irene Hauer-Karl (HABAU Group),  den wirksamsten Hebeln für eine nachhaltige Bau- und Immobilienwirtschaft. Genannt seien hier exemplarisch als Lösungen die noch notwendigen Anpassungen der Bauordnungen an die Gegebenheiten im Bereich der Sanierung sowie die Notwendigkeit des Ausbaus der Förderlandschaft für Gebäudesanierung und erneuerbare Energien. Diese Förderungen sollten ein Augenmerk auf Anreizsysteme legen, wovon Eigentümer:innen wie Wirtschaft profitieren.

 

Klimarisiko-Guide und ganzheitliche Gebäudesanierung

 

Der menschengemachte Klimawandel hat uns zu dem Punkt gebracht, ab dem wesentliche Schäden nicht mehr vermieden werden können. Umso wichtiger wird es nun, Gebäude präventiv an den Klimawandel anzupassen. Ziel des Leitfadens Klimarisiko-Guide für Immobilienist es daher, das Thema Klimarisiko aufzuspannen. Sowohl physische als auch transitorische Risiken werden beleuchtet und vor allem auch ein möglicher Plan aufgezeigt, wie Klimarisiken analysiert und minimiert werden können.

 

Im Bereich der Sanierung müssen sich das Mindset und die gesetzlichen Rahmenbedingungen ändern. Auch die Wertschätzung des Gebäudebestandes, das Vertrauen in Planungskompetenz und die Kostenwahrheit gegenüber einem Neubau müssen angepasst werden. Allein der Erhalt der tragenden Struktur bringt wichtige CO2-Einsparungen, die für die angestrebte Klimaneutralität nötig sind. Zielsetzung des Leitfadens Zukunftsweisender Umgang mit Gebäudebestand ist es, für Eigentümer:innen und Hausverwaltungen ebenso wie für interessierte Fachexpert:innen eine kompakte Übersicht über das Thema der Gebäude-Sanierung zu geben. Ein separater Maßnahmenkatalog unter dem Titel Technische Sanierungslösungen zur Dekarbonisierung des Gebäudebestandes“ bietet zudem interaktive und übersichtliche Entscheidungsbäume, mit denen man abhängig der vorhandenen Ausgangslage zu knapp 70 konkreten Maßnahmen rund um Energieverbrauch, erneuerbare Energieträger und geeignete Abgabesysteme geführt wird.

 

 

Vermeidung von Neuversiegelung und mehrwertorientierte Dachflächennutzung

 

Es genügt nicht, im Status Quo zu verharren. Mit dem Leitfaden Netto-Neuversiegelung gleich null! Gemeinden zeigen, wie es gehen kann wird das Tun befeuert und so mehr Gemeinden zu einer nachhaltigen Entwicklung motiviert, um in Folge das Ziel Netto-Neuversiegelung gleich NULL in greifbare Nähe zu bringen. Die herausragenden Erfahrungen der ausgewählten Gemeinden in der Entwicklung einer nachhaltigen Infrastruktur im jeweiligen Gemeindegebiet sollen Handlungsräume vermitteln, die im Kontext der Vermeidung von „Neuversiegelung”, Bestand aktivieren, soziales Engagement zeigen, integrale Konzepte verfolgen und kreative Lösungen umsetzen.

 

Gemeinsam müssen die Flächen der gebauten Stadt genutzt werden, um die Klimaneutralität und die Klimawandelanpassung zu schaffen. Besonders die Dachflächen eignen sich gut für eine Mehrfachnutzung im Sinne der CO2-Einsparung und Resilienz. Ziel des Positionspapiers Mehrwertorientierte Dachflächennutzung ist die Zusammenfassung und Bereitstellung grundlegender Informationen und Daten für die mehrwertorientierte Systementscheidung bei einer Nutzungsänderung bzw. -erweiterung von bestehenden und neu erbauten Dachflächen.

 

 

ESG-Zertifizierungskompass und Lieferkettengesetze

 

Greenwashing ist ein Showstopper der Nachhaltigkeitswende. Der Leitfaden ESG-Zertifizierungskompass vermittelt eine fundierte Kenntnis über die rechtlichen Fallstricke des Greenwashing sowie einen Überblick über die gängigsten Gebäudezertifizierungen und Systemzertifizierungen im Sinne eines ESG-Zertifizierungskompasses.

 

Klein- und Mittelunternehmen müssen bereits jetzt verfügbare Kapazitäten auf die Darstellung ihrer Lieferketten verwenden. Der Leitfaden Lieferkettengesetze widmet sich dem Umgang von Klein- und Mittelunternehmen (KMU) mit der Lieferkettengesetzgebung. Hier wird die Frage der Konsequenzen von Lieferkettengesetzgebung für Klein- und Mittelunternehmen aus drei unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet: Die praktische Darstellung einer gewöhnlichen Lieferkette in konkreten Sektoren, Analysen bestehender „good practices“ sowie Leitlinien und Handreichungen aus rechtlicher Perspektive.

 

 

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